17.05.2016 | immowelt.de

Wohneigentum: B-Städte mit Preisanstiegen von bis zu 35 Prozent

In Hannover stiegen die Preise für Eigentumswohnungen am deutlichsten
Bild: Dieter Schütz ⁄

Die Preise für Eigentumswohnungen in den 14 größten deutschen Städten steigen weiter, besonders in den B-Städten. Das zeigt das Kaufpreisbarometer des Immobilienportals immowelt.de. Demnach verteuerte sich Wohneigentum in Hannover im ersten Quartal 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal am deutlichsten mit 35 Prozent. Ein Rekordwert wurde in München ermittelt, wo der Quadratmeterpreis die 6.000-Euro-Marke überschritten hat.

In Hannover lag der Studie zufolge der Preis für eine Eigentumswohnung im ersten Quartal 2016 pro Quadratmeter bei 2.204 Euro im Median. Noch vor einigen Jahren seien für die Stadt sinkende Einwohnerzahlen prognostiziert worden, heißt es, doch nachdem die Bevölkerung weiter gewachsen sei, habe sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt.

Zu den aufstrebenden Wohnungsmärkten der zweiten Reihe gehört laut Immowelt auch Bremen (1.665 Euro pro Quadratmeter; plus 31 Prozent). Die Ausgangspreise in der Hansestadt waren zuvor vergleichsweise günstig. Neubauprojekte in interessanten Wohnlagen, wie etwa im Hafengebiet, treiben die Preise nach oben.

Auch im Ruhrgebiet steigen die Preise wieder

In Leipzig (1.569 Euro pro Quadratmeter; plus 25 Prozent) und in Nürnberg (plus 15 Prozent) zeigt die Preiskurve in der Studie deutlich nach oben, während die Wohnungspreise in Leipzig trotz eines hohen Zuzugs noch moderat sind. Hier gebe es weiterhin hohe Leerstandsreserven und in den zentrumsnahen Quartieren werden bereits wieder gebaut, so die Studienautoren

Essen wiederum hat zwar mit 1.135 Euro immer noch den günstigsten Quadratmeterpreis der untersuchten Städte, seit dem ersten Quartal 2015 ist der Preis jedoch um 18 Prozent gestiegen, damals lag er noch bei 958 Euro. In Dortmund stiegen die Preise um sieben Prozent auf 1.278 Euro.

München knackt 6.000-Euro-Marke

Trotz der wachsenden Attraktivität der B-Standorte bleiben auch die großen Top-Städte im Fokus der Käufer, wie die Studie zeigt. München (6.356 Euro, plus elf Prozent) bleibt hier mit Abstand die teuerste Stadt Deutschlands, zum ersten Mal knackt dort der Quadratmeterpreis im Median die Grenze von 6.000 Euro, so wurde ermittelt.

Zweitteuerste Großstadt ist Frankfurt am Main (4.184 Euro, ebenfalls plus elf Prozent), gefolgt von Stuttgart (3.875 Euro, plus 26 Prozent). In Hamburg (3.839 Euro, plus vier Prozent) steigen die Kaufpreise leicht, in Berlin (3.353 Euro, plus zehn Prozent) streben sie weiter nach oben.

Deutlich verteuert haben sich laut Immowelt Eigentumswohnungen seit dem Vorjahr in Köln (3.140 Euro, plus 26 Prozent). Die hohe Nachfrage treibe die Preise in die Höhe. Zum ersten Mal ist die Domstadt am Rhein teurer als Düsseldorf (2.875 Euro, plus sieben Prozent).

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Schlagworte zum Thema:  Eigentumswohnung, Immobilienpreis, München

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