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Widerrufsrecht: 19 Prozent der Makler verzichten auf Belehrung

Wie gehen Makler mit dem Widerrufsrechtsrecht um?
Bild: Immonet

Mit der neuen Verbraucherrichtlinie scheint sich der Großteil der Immobilienprofis vertraut gemacht zu haben. Dennoch planen einer Umfrage des Immobilienportals Immonet zufolge rund 19 Prozent der Interviewten, auf eine Belehrung zum nun auch für Maklerverträge geltenden Widerrufsrecht zu verzichten.

Seit dem 13.6.2014 unterliegen Maklerverträge, die als Fernabsatzverträge – das heißt online, per E-Mail, Brief oder Telefon sowie außerhalb der Geschäftsräume – geschlossen werden, einem 14-tägigen Widerrufsrecht.

Verzichtet der Makler auf die Belehrung, endet die Widerrufsfrist nicht zwei Wochen nach dem Vertragsschluss. Sie verlängert sich durch das Unterlassen sogar automatisch um ein volles Jahr. Der Kunde könnte theoretisch also sogar ein Jahr nach dem Einzug in die vom Makler vermittelte Immobilie vom Widerrufsrecht Gebrauch machen und die Provisionszahlung zurückverlangen.

26 Prozent der Befragten belehren ihre Kunden

Auf Nummer sicher wollen künftig rund 26 Prozent der Befragten gehen. Sie belehren ihre Kunden über ihr Widerrufsrecht und warten den Ablauf der zweiwöchigen Widerrufsfrist ab. Erst dann nehmen sie ihre Maklertätigkeit auf.

Jeder Zweite der befragten Makler will zwar die Kunden belehren, jedoch zeitgleich ein Einverständnis zur Tätigkeitsaufnahme innerhalb der zweiwöchigen Widerrufsfrist einholen. Mit dieser Variante können sich Makler ihren Provisionsanspruch besser sichern, werden gleichzeitig aber auch dem schnelllebigen Berufsalltag gerecht.

An der Umfrage war auch das Marktforschungsinstitut Innofact beteiligt. Bundesweit wurden 200 Makler zu ihrem Umgang mit dem Widerrufsrecht befragt.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienmakler

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