19.02.2014 | Cushman & Wakefield

West End treibt Londoner Spitzenmieten um fünf Prozent in die Höhe

London hat Hongkong zweimal in Folge auf Rang 2 verdrängt
Bild: Anja Semling ⁄

In Londons West End wurden 2013 die weltweit höchsten Mieten für Büroflächen registriert. Laut einer Marktanalyse des Immobilienberaters Cushman & Wakefield führten die starke Nachfrage und das sehr begrenzte Flächenangebot im hochwertigen Segment zu einer Mietsteigerung von fünf Prozent. Weltweit kletterten die Mieten im Schnitt um drei Prozent.

Hongkong belegte das zweite Jahr in Folge Rang 2. Aufgrund der weitestgehend unveränderten Spitzenmieten in Hongkongs Central Business District (CBD) hat sich die Preisschere zwischen diesen beiden Büromärkten im Laufe des vergangenen Jahres weiter geöffnet. Cushman & Wakefield analysiert in seiner jährlichen Studie die Mietentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt. Im Fokus stehen dabei die Bruttomieten.

"Die Mieten im West End sind jetzt schon spitze im Londoner Marktgebiet, stehen aber aufgrund der konstant hohen Flächennachfrage sämtlicher Wirtschaftszweige weiter unter Druck“, sagt Digby Flower, Cushman & Wakefields Chief Executive und Head of London Markets. Für 2014 sei daher von einem weiteren, spürbaren Anstieg der Spitzenmiete in dieser Lage auszugehen.

Insgesamt moderater Anstieg in EMEA

Im dritten Jahr in Folge wurde für Europa, Asien und den amerikanischen Raum eine moderate Mietpreissteigerung um die drei Prozent registriert. Einige Märkte präsentierten sich jedoch deutlich aktiver. So wurde insbesondere für Bürolagen in Afrika und dem Mittleren Osten Mietpreissteigerungen bis zu zehn Prozent verzeichnet. Moskaus CBD verbesserte sich vom letztjährigen sechsten auf den dritten Rang in 2014.

Das deutlichste Mietpreiswachstum in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) wurde mit 14 Prozent im Nahen Osten und Afrika beobachtet. Sowohl in Katar als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten belebte sich das Konjunkturklima in den vergangenen Jahren. Dies resultierte in ansteigende Büromarktaktivitäten und ein Wachstum der Spitzenmieten um zehn beziehungsweise fünf Prozent.

Das höchste Mietpreiswachstum der EMEA-Region erlebte 2013 jedoch Südafrika mit zirka 30 Prozent Steigerung der Spitzenmieten. Der südafrikanische Markt verzeichnete im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Anstieg großflächiger Mietvertragsabschlüsse bei einem besonders aktiven Arbeitsmarkt.

Gedämpfte Entwicklung der Spitzenmiete in Amerika

Nach einem zweistelligen Wachstum im Jahr 2012 ist die Spitzenmietentwicklung im amerikanischen Raum mit nun einem Prozent wesentlich gedämpfter ausgefallen. In Südamerika sind Mietpreissteigerungen im Jahresverlauf 2013 nur sehr moderat ausgefallen.

In den Vereinigten Staaten hat sich das Nachfrageniveau im Jahr 2013 verbessert, was vor allem mit der unerwartet schnellen Erholung der Wirtschaft zusammenhängt. Landesweit fielen die Mietpreissteigerungen jedoch sehr unterschiedlich aus. Überdurchschnittlich stark stiegen 2013 die Mieten in New York (Downtown) und Boston. Für 2014 werden für die USA steigende Mietniveaus vorhergesagt.

Stabiler asiatisch-pazifischer Raum

Im asiatisch-pazifischen Raum haben sich die Spitzenmieten über das Jahr hinweg stabil präsentiert. Mietpreissteigerungen fielen insgesamt moderat aus. Für die gesamte Region wurde ein Anstieg der Mieten um zwei Prozent registriert.

Hongkong konnte den zweiten Rang behaupten, Peking landete auf den vierten und Tokio auf den fünften Rang. Ein Blick in die Zukunft verspricht für das Jahr 2014 eine ähnliche Entwicklung wie im vergangenen Jahr: eine verhalten stabile Nachfrage, wodurch das Mietpreisniveau weitgehend unverändert bleiben sollte.

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