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Weniger Raum führt zu Strukturbruch an Europas Büromärkten

Der Strukturwandel muss zu einem Umdenken führen
Bild: Image Source/F1online

Die Beschäftigtenzahl in den 14 europäischen Bürohochburgen stieg seit 2000 im Schnitt um 19,3 Prozent. Pro Kopf ging die Bürofläche aber um ein Prozent zurück, wie eine Studie von Catella zeigt. Die Bürobeschäftigten rücken enger zusammen. "Das kommt einem Strukturbruch gleich“, sagt Dr. Thomas Beyerle, Group Head of Research bei Catella. Gründe für die Entwicklung seien vor allem Kosteneinsparungen.

So rückten die Bürobeschäftigten in Helsinki (minus 12,2 Prozent Fläche pro Kopf), gefolgt von London (minus 8,8 Prozent) und Stockholm (minus 7,4 Prozent) enger zusammen.

Jedoch kann man die sinkende Bürofläche pro Bürobeschäftigte nicht in allen europäischen Städten nachweisen. In Frankfurt am Main stieg die Fläche pro Kopf um 1,2 Prozent, in Madrid sogar um 21,5 Prozent, in Barcelona um 3,3 Prozent und Lyon um 7,4 Prozent.

Leerstandsquote steigt um 6,3 Prozent

Die Bestände (plus 26 Prozent) und die Büroflächennachfrage (plus 17,9 Prozent) stiegen seit 2000 ebenso an wie die Zahl der Bürobeschäftigten. Genauso kontinuierlich stiegen aber auch die leerstehenden Flächen beziehungsweise die Leerstandsquote (plus 6,3 Prozent), und zwar im gesamten Bestand.

Gründe für diese Entwicklung liegen laut Beyerle neben den Kosteneinsparungen auch in einer zunehmend temporären Nutzung von Flächen sowie im Übergang zu modernen Arbeitsformen in den Unternehmen.

Dabei ist der Wettbewerb um die besten Plätze in der Stadt ist entbrannt. "Wir befinden uns in einer Phase der knallharten Standortentscheidung“, so Beyerle weiter. Der Blick auf einige teils spektakuläre Neubauten in den europäischen Metropolen zeigt, dass die Nachfrage in diesem Neubausegment in der CBD zum Teil kaum gedeckt werden kann.

Aufgrund des aktuellen Mietpreisanstieges, dem Mangel an Neubauflächen sowie der zunehmenden Digitalisierungserfordernis werden Unternehmen die verfügbare Arbeitsfläche pro Beschäftigten in den europäischen Bürohochburgen weiter reduzieren, prophezeien die Analysten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büromarkt, Europa

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