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Weniger Großverkäufe bei Einzelhandelsimmobilien

mfi-Objekt Mönchengladbach Arcaden: Unibail-Rodamco kaufte sich beim Projektentwickler ein
Bild: mfi

Im laufenden Jahr 2012 ist die Zahl von großvolumigen Verkäufen über 100 Millionen Euro stark rückläufig, wie Colliers ermittelte. In diesem Größensegment wurde im 1. Halbjahr 2011 ein Transaktionsvolumen von 3,5 Milliarden erzielt, im 1. Halbjahr 2012 von nur rund 1,3 Milliarden Euro.

„Insgesamt registrierten wir Verkäufe von einzelhandelsgenutzten Immobilien im Wert von knapp 2,6 Milliarden Euro, was im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 einen Rückgang um rund 56 Prozent bedeutet“, sagt Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International Deutschland. Der Anteil von Portfolioverkäufen lag mit etwa 42 Prozent (1,1 Mrd. Euro) leicht über dem Vorjahreswert von knapp 40 Prozent. Ausländische Investoren hatten dabei einen Marktanteil von rund 40 Prozent.

Einkaufszentren umsatzstärkstes Anlagevehikel

Zu den größten Verkäufen in den Monaten Januar bis Juni zählten die Anteilsübernahme an der Europa-Passage in Hamburg durch Allianz Real Estate sowie der Kauf der Europa-Galerie in Saarbrücken durch Union Investment. Außerdem übernahm Unibail-Rodamco 50 Prozent des Ruhr-Parks in Bochum und kaufte sich mit mehr als 90 Prozent beim Projektentwickler mfi ein.

Bezogen auf das Transaktionsvolumen des ersten Halbjahres waren Einkaufszentren das mit weitem Abstand umsatzstärkstes Anlagevehikel. „Knapp 1,6 Milliarden Euro und damit mehr als 60 Prozent des in einzelhandelsgenutzte Immobilien angelegten Kapitals wurden in Einkaufszentren investiert“, so Trumpp.

Einzelhandelsimmobilien in innerstädtischen 1a-Lagen sowie Kauf- und Warenhäuser wechselten für etwa eine halbe Milliarde Euro den Eigentümer. Fachmarktzentren und Fachmärkte erreichten mit knapp 400 Millionen Euro etwa 15 Prozent Marktanteil.

Schlagworte zum Thema:  Einzelhandelsimmobilie, Shopping-Center, Einkaufszentrum

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