23.04.2012 | Einzelhandelsmarkt Europa

Weniger Großdeals bei europäischen Einzelhandels-Immobilien

Geld ist da: Was fehlt, sind geeignete Produkte
Bild: Haufe Online Redaktion

Für das 1. Quartal 2012 hat Jones Lang LaSalle bei europäischen Einzelhandelsimmobilien ein Volumen von rund 3,8 Milliarden Euro ermittelt. Der Wert liegt deutlich unter dem des Vergleichsquartals 2011 (9,9 Mrd. Euro). Grund ist die rückläufige Zahl an Großtransaktionen.

Im ersten Quartal 2011 waren insgesamt fünf Transaktionen mit Volumina oberhalb von 500 Millionen Euro zu verzeichnen (darunter das Trafford Centre mit 1,8 Mrd. Euro). Im vierten Quartal 2011 schlug allein der Verkauf der Galleria in St. Petersburg mit 824 Millionen Euro zu Buche.

Deutschland und Großbritannien wiesen die stärkste Investitionsaktivität auf: Mit 200 Millionen Euro zählte der Erwerb des 45-prozentigen Anteils der HSH Nordbank an der Hamburger Europa Passage durch die Allianz zu den größeren Transaktionen auf dem deutschen Markt. Die größte Shopping-Center-Transaktion in Großbritannien war der Erwerb des Ocean Terminal in Edinburgh durch Resolution für rund 108 Millionen Euro.

Engpass: Das fehlende Produkt

Die aktuelle Entwicklung spiegelt mehrere Faktoren wider: Erstens beschränkt die angespannte Wirtschaftslage den Zugang zu Fremdkapital und sorgt eine selektive Objektsuche auf Investorenseite dafür, dass insgesamt weniger Transaktionen zustande kommen. Zweitens wurden Transaktionsprozesse in einigen Märkten durch die anhaltende Unsicherheit aufgrund der Krise im Euroraum verlangsamt.

Die Investorennachfrage im Segment Einzelhandelsimmobilien ist weiterhin groß. Auch fehlt es im Markt nicht an Liquidität. Der Engpass ist, gerade im großvolumigen Bereich, das fehlende Produkt.

Schlagworte zum Thema:  Europa, Einzelhandel, Shopping-Center

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