Im März ist die Nachfrage beim Wohnungsbau etwas zurückgegangen Bild: Corbis

Nach dem Rekordstart Anfang des Jahres registrierte das Statistische Bundesamt im März weniger neue Aufträge. Preisbereinigt sank der Wert gegenüber dem außergewöhnlich starken Februar um 15,1 Prozent. Nominal lag der Wert der Auftragseingänge bei Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern bei 7,1 Milliarden Euro. Einen Rückgang der Nachfrage gab es beim Wohnungsbau, doch das Auftragsniveau ist weiterhin hoch.

66 Prozent der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Bauunternehmen meldeten für März eine witterungsbedingte Behinderung ihrer Bautätigkeit (März 2017: 51 Prozent).

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich fiel der Wert der Auftragseingänge von Januar 2018 bis März 2018 gegenüber dem Zeitraum von Oktober bis Dezember 2017 nur um 1,7 Prozent, im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent. Nimmt man die ersten drei Monate 2018 insgesamt, so stiegen die Auftragseingänge preisbereinigt um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Deutlicher Rückgang in der Wohnbausparte

7,1 Milliarden Euro im März 2018 waren dem Statistischen Bundesamt zufolge zwar 3,3 Prozent weniger als im März 2017 (7,3 Milliarden Euro), aber immer noch der zweithöchste Wert seit 1996. Nominal stiegen die Auftragseingänge nach Angaben der Bauunternehmen in den ersten drei Monaten 2018 im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2017 um 6,8 Prozent. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in den ersten drei Monaten bei 13,7 Milliarden Euro.

Hier verzeichnete die Wohnbausparte einen deutlichen Rückgang, von nominal rund acht Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der Umsatz sank nominal um 31,70 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro.

Wintereinbruch im März beeinträchtigt Baubranche in Sachsen

Der Wintereinbruch im März hat die Geschäfte der sächsischen Baubranche im ersten Quartal 2018 beeinträchtigt. Das teilt der Bauindustrieverband mit. Zwar nahmen die Betriebe in Sachsen 809,6 Millionen Euro ein, was einem Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, Frost und Schnee hätten das Ergebnis jedoch geschmälert.

Die Auftragseingänge legten im ersten Quartal um 6,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Treiber war der Wirtschaftsbau (plus 23,6 Prozent). Beim Wohnungsbau gab es einen Rückgang der Nachfrage um 12,1 Prozent. Dies sei Ausdruck einer abwartenden Haltung der Bauherren zur Zukunft der Wohnungsbauförderung, meint der Verband.


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Schlagworte zum Thema:  Statistisches Bundesamt, Bauhauptgewerbe, Auftragseingang

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