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Weltweite Investitionen in Handelsimmobilien verdoppeln sich

Einkaufsstraße in Shanghai: Investoren konzentrieren sich zunehmend auf die Region Asien-Pazifik
Bild: Haufe Online Redaktion

Nach Angaben von Jones Lang LaSalle wird das jährliche Investitionsvolumen in Einzelhandelsimmobilien bis zum Jahr 2020 auf 160 bis 180 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspricht einem Anstieg um 30 beziehungsweise 50 Prozent gegenüber 2011.

Diese Ergebnisse stellt Jones Lang LaSalle im neuen Report Redefining Retail Investment vor. Den zeitlichen Anlass für die Veröffentlichung bildet der in dieser Woche in Shanghai stattfindende "2012 Retail Real Estate World Summit" des International Council of Shopping Centers (ICSC).

Insgesamt wurden im vergangenen Jahrzehnt weltweit Handelsimmobilien im Wert von rund einer Billion US-Dollar gehandelt. Durchschnittlich beliefen sich die weltweiten Direktinvestitionen seit dem Jahr 2004 auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr und erreichten in 2011 rund 122.5 Milliarden US-Dollar.

Dabei machten grenzüberschreitende Transaktionen im Jahr 2011 fast die Hälfte der Gesamtinvestitionen in Einzelhandelsimmobilien aus, womit sich dieser Anteil seit 2004 verdoppelt hat. Auf diesem Niveau werden sich die grenzüberschreitende Aktivitäten auch in Zukunft bewegen und so dazu beitragen,

Kapitalströme verlagern sich zunehmend in die Region Asien-Pazifik

Die entsprechenden Kapitalströme verlagern sich zunehmend in die Region Asien-Pazifik, wo Investoren günstige demografische Entwicklungen und eine wachsende gesellschaftliche Mittelklasse vorfinden. Im Jahr 2020 werden nach der Prognose von Jones Lang LaSalle 26 Prozent der weltweiten Investitionen in Einzelhandelsimmobilien auf diese Region entfallen - verglichen mit aktuell 22 Prozent und lediglich elf Prozent in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts. Für Nord- und Südamerika prognostiziert der Report für denselben Zeitraum einen Anteil von rund 33 Prozent, während rund 41 Prozent (aktuell: 45 Prozent) in die EMEA-Region fließen sollen.

Einzelhandel profitiert von konsumorientierten Bevölkerungsschichten

Der Einzelhandelsbereich profitiert weltweit von günstigen demografischen Trends und dem Heranwachsen neuer konsumorientierter Bevölkerungsschichten. Aus diesem Grund zieht er in zunehmendem Maße institutionelles Kapital an, das in unsicheren Zeiten auf die defensiven Qualitäten dieses Segments setzt. Dementsprechend stieg der Anteil der Einzelhandelsimmobilien am gesamten Anlagevolumen in gewerbliche Immobilien zwischen 2007 und 2011 von 19 auf knapp 30 Prozent.

Dieser Anteil dürfte bis Ende des Jahrzehnts stabil bei knapp 30 Prozent bleiben, da institutionelle und private Investoren weiter am Wachstumspotenzial der expandieren Konsumentenmärkte partizipieren wollen. "Die Zahl der anlagegeeigneten Länder wächst weiter", sagt Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group bei Jones Lang LaSalle. "Wir konstatieren seitens der globalen Investoren ein steigendes Interesse an Wachstumsmärkten wie China, Brasilien und der Türkei."

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Investition, Handelsimmobilien

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