| CNG Industry Index

Globale Konzerne treiben Wachstum der Immobilienbranche an

Industrie- und Büroimmobilien in London: Einer der wichtigsten Märkte in Europa
Bild: Marius Pothmann ⁄

Die weltweiten Konjunkturaussichten für das 2. Halbjahr 2013 sind viel versprechend. Das ist das zentrale Ergebnis des neuen Corenet Global (CNG) Industry Index. Davon profitiert auch die Immobilienwirtschaft: Kapital ist auch zur Finanzierung größerer Transaktionen vorhanden.

Für den Index wurden im Juni rund 90 Corporate Real Estate-Führungskräfte großer multinationaler Unternehmen befragt. Knapp zwei Drittel (62,5 Prozent) der Befragten bewerteten im Vergleich zum Vorjahr die Aussichten für die kommenden sechs Monate als optimistisch bis sehr optimistisch.

Knapp drei Viertel (72,4 Prozent) gaben an, dass Marktzugang, neue Produkte, Fusionen und Übernahmen sowie Inlandsverlagerung (On-shoring) das Wachstum antreiben werden. Möglichkeiten zur Verbesserung der Kosteneffizienz durch Verlagerung werden von mehr als der Hälfte der Führungskräfte (52,4 Prozent) als voraussichtliche Wachstumstreiber angesehen.

Ausreichend Kapital verfügbar

Die meisten Unternehmen (72,4 Prozent) waren der Ansicht, dass flexible und offene Arbeitsplatzstrategien wahrscheinlich zunehmen, sich die Flächen pro Arbeitsumgebung jedoch reduzieren werden. In diesem Zusammenhang deutet ein Wachstumsfaktor darauf hin, dass höherwertige Arbeitsflächen nachgefragt werden (40,4 Prozent), da Räumlichkeiten mit geringer Qualität ein zeitgemäßes Arbeiten nicht unterstützen.

Die Verfügbarkeit von Kapital zur Finanzierung eines größeren Immobilienportfolios wird nicht als begrenzender Faktor angesehen, denn mit 62,6 Prozent erwarten knapp zwei Drittel eine ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit, um die Größe des Portfolios zu verändern.

62,5 Prozent der CRE-Führungskräfte haben die Flexibilität ihrer Mietstrategien vergrößert und halten es für unwahrscheinlich, dass Änderungen durch begrenzte Mietzeiten verhindert werden. Ein weiteres Ergebnis lautet, dass jetzt die Möglichkeit besteht, leistungsschwache Flächen gegen produktivere zu wechseln.

Limitierender Faktor: Flächenüberangebot

Die Befragten haben ferner zwei limitierende Faktoren ermittelt: Ein Faktor ist das Flächenüberangebot, wobei die Hälfte (50 Prozent) der Befragten angab, dass es gewisse Abweichungen zwischen Beschäftigungsniveau, ungenutzten Räumlichkeiten und dem Wachstum des Unternehmens gibt. Ein weiterer begrenzender Faktor ist der anhaltende Druck auf das Kostenmanagement (35,5 Prozent).

Die Unternehmen der befragten Führungskräfte managen weltweite Immobilienportfolios mit einer Größe von 185.000 bis zehn Millionen Quadratmeter. Bei den Immobilien handelt es sich um Büroflächen (84,8 Prozent des durchschnittlichen Gesamtportfolios), Industrieimmobilien (34,8 Prozent), Labore (32,6 Prozent), Forschungs- und Entwicklungsräume (32,6 Prozent), Rechenzentren (39,1 Prozent), Einzelhandel (26,1 Prozent) sowie sonstige, einschließlich Flächen zur Mischnutzung (19,6 Prozent).

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