02.12.2013 | Vitus-Studie

Wohnimmobilien: B-Städte bieten höhere Renditen als Top 7

In Lepzig sind Renditen von 7,7 Prozent möglich
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei der Mehrzahl sekundärer Großstädte, sogenannter B-Städte, sind höhere Renditen bei Wohnimmobilien erzielbar als in den Top-7-Städten. Das ist ein Ergebnis einer Studie von Vitus Immobilien. Dabei fällt das Risiko für Bestandshalter und Investoren vergleichbar oder sogar geringer aus. 

In der Studie, die das Beratungsunternehmen Wüst & Partner im Auftrag von Vitus erstellt hat, wurden die Risiko-Rendite-Profile von 81 deutschen Städten aus Sicht von Bestandshaltern und Investoren in Wohnimmobilien untersucht.

So ist beispielsweise das Risiko in Bremen, Leipzig und Mönchengladbach ähnlich hoch wie in Frankfurt. Doch während in der Mainmetropole Renditen von lediglich 5,8 Prozent erreichbar sind, sind in Bremen 7,4 Prozent, in Leipzig 7,7 Prozent und in Mönchengladbach sogar 8,1 Prozent möglich.

Noch fristen laut der Studie aber viele deutsche Großstädte der zweiten Reihe ein Dasein im Schatten der sieben großen Immobilienstandorte und werden von vielen strategischen Investoren und Bestandshaltern übersehen oder nach Ergebnis der Analyse derzeit unterbewertet. Erwartungsgemäß kommen nicht alle B-Städte für Wohnimmobilien-Investoren in Frage.

Trotz der positiven Ergebnisse für viele B-Städte wird jedoch vor Pauschalisierungen gewarnt. Das Risiko eines Standorts sei oft von wenigen Faktoren abhängig und damit höheren Schwankungen ausgesetzt.

Rückgang von Renditen bisher nur in Top-Städten

Neben dem Rendite-Risiko-Profil zeigt die Studie auch, dass der Renditeabstand zwischen deutschen Top-Städten und B-Städten seit 2006 gestiegen ist. Die durchschnittlichen Anfangsrenditen in den Großstädten aus der zweiten Reihe sind in den vergangenen sieben Jahren in deutlich geringerem Maße zurückgegangen als in den deutschen Immobilienhochburgen.

Der Renditeabstand hat sich erheblich verstärkt und beträgt inzwischen mehr als 260 Basispunkte. Die Rendite in B-Städten ist also durchschnittlich 2,6 Prozentpunkte höher als in den Top-Städten. Setze man die Ergebnisse in einen größeren Zusammenhang, zeige sich, dass die Entwicklungen an den Immobilienmärkten vergleichbar mit denen am Aktien- oder Anleihenmarkt sind. Zu Beginn eines Booms am Kapitalmarkt seien zunächst Blue Chip-Unternehmen gefragt, durch die hohe Nachfrage würden dort die Renditen aber relativ schnell sinken.

Analog verhält es sich an den Immobilienmärkten: Zunächst wuchs das Interesse an den A-Städten. Investoren zielten vor allem auf Städte wie Berlin, München oder Hamburg ab. Dadurch sind die Renditen in den Top-7-Städten deutlich gesunken und die Investoren entdecken nun langsam, aber sicher die Attraktivität der B-Städte.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Wohnimmobilien, Immobiliendienstleister

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