17.05.2013 | BNPPRE

Verhaltener Jahresauftakt beim Büroflächenumsatz in Westeuropa

Die anhaltende Rezession sorgt für verhaltene Flächenumsätze in Westeuropa
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Flächenumsatz auf den Büromärkten in der Eurozone ist im 1. Quartal 2013 aufgrund der anhaltenden Rezession weiter rückläufig. Zu diesem Ergebnis kommt BNP Paribas Real Estate. Das Investmentgeschehen bleibt lebhaft und konzentriert sich stark auf erstklassige Büroobjekte.

Gleichzeitig blieben die Leerstandsvolumina in den neun wichtigsten europäischen Städten (Berlin, Brüssel, Frankfurt, Hamburg, London, Madrid, Mailand, München, Paris) stabil, was auf das geringe neue Flächenangebot zurückzuführen ist.

Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird erst für das zweite Halbjahr 2013 erwartet. Dann wird sich laut BNPPRE vermutlich auch die Flächennachfrage weiter erholen. Das kurzfristig verfügbare Flächenangebot ist weiterhin auf stabilem Niveau, jedoch mit deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern.

Investoreninteresse für Premium-Büroobjekte weiterhin ungebrochen

Das höchste Büro-Investitionsvolumina wird in Deutschland, London und Paris verzeichnet. Rückläufig sind die Investitionsumsätze vor allem in Mailand und Madrid aufgrund geringer Risikobereitschaft. Mit einem Investitionsvolumen von 25,4 Milliarden Euro gelingt dem Investmentmarkt in Westeuropa ein guter Auftakt ins neue Jahr. Auf rollierender Jahresbasis lässt sich somit ein Anstieg des Investitionsvolumens um sechs Prozent verzeichnen.

Risikoarme Immobilieninvestments aus Investorensicht weiterhin am attraktivsten

Das begrenzte Angebot an Premium-Objekten und wenige Abschlüsse im value-add und opportunistischen Segment verhindern einen noch höheren Investmentumsatz. Die niedrigen Zinsen und die hohe Volatilität auf den Aktienmärkten begünstigen die Nachfrage nach Immobilieninvestitionen: Vor allem Einzelhandels- Dienstleistungs- und Hoteltransaktionen können deutlich zulegen.

Mit einem Volumen von 11,2 Milliarden verzeichnen jedoch Büroinvestments im 1. Quartal einen Rückgang um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit fällt ihr Anteil am gesamten Volumen auf 44 Prozent. Einzelhandelsimmobilien verbuchen mit einem Umsatz von 5,5 Milliarden einen Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zum 1. Quartal 2012.

Der Industrie- und Logistiksektor mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro zeigt sich stabil. In Deutschland hat sich ihr Anteil im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt allerdings mehr als verdoppelt. Der Hotel- und Dienstleistungssektor startet mit einem Investitionsvolumen von 6,3 Milliarden Euro ins Jahr und kann den Umsatz damit im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büroimmobilie, Büromarkt

Aktuell

Meistgelesen