27.11.2014 | F+B-Mietspiegelindex 2014

Vergleichsmieten steigen um 1,7 Prozent

Die höchste Miete wird in München bezahlt
Bild: Petra Dirscherl ⁄

In Deutschland steigen die Mieten weiter. Im vergangenen Jahr sind die ortsüblichen Vergleichsmieten um 1,7 Prozent gestiegen und damit etwas stärker als im Vorjahr mit 1,3 Prozent. Das ist das Ergebnis des aktuellen Mietspiegelindex 2014 des Forschungs- und Beratungsunternehmens F+B. Die teuerste Großstadt ist München mit durchschnittlich 10,32 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter.

Teuerste Metropolen sind München, Stuttgart, Köln, Frankfurt am Main und Hamburg. Die teuerste Großstadt ist nach wie vor München mit durchschnittlich 10,32 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für Bestandswohnungen. Die Preise liegen damit 64 Prozent über den 6,28 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden.

Ebenfalls weit oben auf der Rangliste sind neben weiteren Städten im Münchner Umland die Metropolräume Stuttgart (Rang 5), Köln (7), Frankfurt/Main (8) und Hamburg (12). In Stuttgart liegen die Mieten mit 8,24 Euro pro Quadratmeter um 31 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt, in Köln und Frankfurt mit 7,97 beziehungsweise 7,90 Euro um rund 27 Prozent und in Hamburg müssen Mieter durchschnittlich 7,70 Euro, also 23 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

Wenn auch auf insgesamt niedrigerem Mietenniveau ist dieser Effekt ebenfalls für ostdeutsche Großstädte feststellbar. Erfurt, Rostock und Jena liegen auf den Indexrangplätzen 78 bis 93 mit einer Durchschnittsmiete bei von rund 6,10 bis 6,20 Euro pro Quadratmeter bei dem Durchschnitt aller Mietspiegelstädte. Die übrigen ostdeutschen Großstädte rangieren aber überwiegend darunter, so zahlt man zum Beispiel in Potsdam im Schnitt 5,94 Euro pro Quadratmeter und liegt damit beim Berliner Niveau und in Schwerin und Dresden liegt die Durchschnittsmiete bei 5,62 beziehungsweise 5,48 Euro pro Quadratmeter.

Die höchsten Mietsteigerungen werden nach wie vor in den Altbaubeständen der Gründer- und Zwischenkriegsjahre registriert. Im Durchschnitt liegen die aktuellen Vergleichsmieten für diese Wohnungen um 2,2 bis 2,6 Prozent pro Jahr über den Werten der Vormietspiegel.

Für den neuesten Neubau der 2000er-Jahre sind plus 1,6 Prozent zu beobachten, etwas geringer fallen die Steigerungen mit ein bis zwei Prozent für die übrigen Bauepochen aus.

Analysiert werden Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln. Für den F+B-Mietspiegelindex 2014 wurden die Niveaus der im Bestand derzeit gezahlten Mieten für insgesamt 337 Städte und Gemeinden ausgewertet.

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