25.05.2016 | F+B-Mietspiegelindex

Vergleichsmieten in Deutschland steigen erneut um 1,8 Prozent

Die teuersten Mieten werden nach wie vor in München bezahlt
Bild: Tim Reckmann ⁄

Die Mieten in Deutschland steigen weiter und wirken sich sukzessive auf das Niveau der Mietspiegel aus. Das zeigt der F+B-Mietspiegelindex 2015. Demnach sind die ortsüblichen Vergleichsmieten im vergangenen Jahr erneut um 1,8 Prozent gestiegen. Die Ergebnisse zeigen auch, dass es Mietspiegel in der Regel erst in Städten und Gemeinden ab 10.000 Einwohnern gibt. Die teuerste Großstadt ist F+B zufolge nach wie vor München.

Von den 1.558 Orten dieser Größenordnung verfügen 562 Gemeinden (36 Prozent) über einen Mietspiegel; ab einer Gemeindegröße von 20.000 Einwohnern (679 Orte) sind es insgesamt 57 Prozent. Im Jahr 1998 waren es noch 45 Prozent.

Grundsätzlich gilt: je größer die Stadt, desto größer die Quote von Mietspiegeln. So verfügen mittlerweile 92 Prozent aller deutschen Metropolen (über 500.000 Einwohner) und 89 Prozent aller Großstädte (ab 100.000 Einwohnern) über einen Mietspiegel. Die Stadt Bremen ist die einzige Metropole ohne dieses Instrument.

Top 20 mit dem höchsten Mietniveau (Gesamtindex BRD = 100)

  1. München (Index 174)
  2. Germering (135)
  3. Stuttgart (134)
  4. Leinfelden-Echterdingen (134)
  5. Dachau (132)
  6. Ditzingen (131)
  7. Tübingen (131)
  8. Ludwigsburg (130)
  9. Köln (128)
  10. Leonberg (128)
  11. Fellbach (128)
  12. Hamburg (125)
  13. Erding (124)
  14. Darmstadt (123)
  15. Bietigheim-Bissingen (122)
  16. Freiburg im Breisgau (122)
  17. Frankfurt am Main (122)
  18. Wiesbaden (122)
  19. Düsseldorf (120)
  20. Esslingen am Neckar (120)


Teuerste Metropolen: München, Stuttgart, Köln, Frankfurt, Hamburg

Die teuerste Großstadt ist F+B zufolge nach wie vor München. Hier werden durchschnittlich
11,12 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für Bestandswohnungen bezahlt. Das sind 74 Prozent mehr als die 6,39 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten
insgesamt im Schnitt gezahlt werden.

Ebenfalls weit oben auf der Rangliste sind neben weiteren Städten im Münchner Umland
die Metropolräume Stuttgart (Rang 3), Köln (9), Hamburg (12) und Frankfurt am Main (17). In Stuttgart liegen die Mieten mit 8,57 Euro pro Quadratmeter um 34 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt, in Köln und Hamburg mit 8,19 beziehungsweise 8,01 Euro um 28 oder 25 Prozent darüber. In Frankfurt am Main müssen Mieter durchschnittlich 7,81
Euro, also 22 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.
Die Auswirkungen des Zustroms von Flüchtlingen werden sich den Studienautoren zufolge in ihrem Einfluss auf die ortsüblichen Vergleichsmieten erst in den nächsten Jahren zeigen.

Analysiert wurden die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln. Insgesamt wurden 344 Städte und Gemeinden ausgewertet.

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Schlagworte zum Thema:  Miete, Immobiliendienstleister, Mietspiegel

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