20.02.2015 | Marktanalyse

Handelsunternehmen mieteten 20 Prozent mehr Einzelhandelsfläche

Bei der Flächenverteilung liegen Textilien weiter klar in Front.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Mit einem vermittelten Flächenvolumen von über 580.000 Quadratmetern und einem starken Schlussquartal hat der Einzelhandelsvermietungsmarkt 2014 das Vorjahresergebnis um rund 20 Prozent übertroffen. Das geht aus einer Untersuchung von JLL hervor.

Die hohe Flächennachfrage macht sich laut JLL auch bei den Spitzenmieten bemerkbar. In den zehn wichtigsten Metropolen stiegen diese durchschnittlich um rund drei Prozent. Die DIP – Deutsche Immobilien-Partner hatte in dieser Woche sogar von einem Plus von 6,9 Prozent bei den Spitzenmieten gesprochen.

„Ausschlaggebend für den gestiegenen Flächenumsatz waren insbesondere Warenhaus-Revitalisierungen, die Eröffnung neuer Shopping Center und kleinerer Einkaufspassagen sowie Projektentwicklungen. Auffallend sei die hohe Nachfrage nach Großflächen und der damit verbundene Anstieg der durchschnittlich angemieteten Flächengröße von 470 Quadratmeter im Jahr 2013 auf 590 Quadratmeter 2014 gewesen. In den zehn größten Metropolen wurden 2014 rund 220.000 Quadratmeter (2013: 156.800 Quadratmeter) Einzelhandelsfläche neu vermietet. Berlin erzielte mit 59.000 Quadratmetern den größten Flächenumsatz und profitierte dabei von den beiden Projektentwicklungen Bikini Berlin und Mall of Berlin. Die Top 3 komplettieren Hamburg mit 35.000 Quadratmetern und Frankfurt mit fast 32.000 Quadratmetern.

8,6 Milliarden Investitionsvolumen

Bei der Flächenverteilung nach Branchen liegen Textilien weiter klar in Front. Der Anteil der Branche am gesamten Flächenumsatz lag 2014 bei rund 40 Prozent. Der Bereich Gastronomie/Food steht für knapp ein Fünftel der vermittelten Fläche. Die Branche Gesundheit/ Beauty kommt auf knapp zehn Prozent.

Das Investitionsvolumen in Handelsimmobilien beziffert JLL für 2014 mit knapp 8,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2013: 8,1 Milliarden Euro). Limitierender Faktor sei einmal mehr das geringe Angebot an Verkaufsobjekten gewesen.

Schlagworte zum Thema:  Einzelhandel, Analyse

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