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Umsatz mit Zinshäusern steigt 2012 auf 13 Milliarden Euro

In Berlin ist der Umsatz je Transaktion um 17 Prozent gestiegen
Bild: Lupo ⁄

Der Handel mit deutschen Zinshäusern hat 2012 den höchsten Stand innerhalb von fünf Jahren erreicht: Die Umsätze in den 50 bevölkerungsreichsten Städten sind um acht Prozent von 12 auf 13 Milliarden Euro gestiegen. Dies ist ein Ergebnis des Zinshausmarktberichts 2013/2014 des Immobilienverbands IVD. Größter Zinshausmarkt bleibt Berlin.

"Der deutsche Zinshausmarkt profitiert weiterhin von günstigen Rahmenbedingungen und guten Renditeaussichten", so Jürgen Michael Schick, IVD-Vizepräsident.

Die Anzahl der Käufe war gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. 12.155 Transaktionen wurden im Jahr 2012 registriert, dies entspricht einem Rückgang von sechs Prozent. "Trotz sinkender Transaktionen konnten die Umsätze im Berichtsjahr 2012 durch steigende Preise und dem vermehrten Verkauf hochwertiger Objekte gesteigert werden", sagt Schick.

Je Transaktion wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 530.000 Euro umgesetzt. Das sind 60.000 Euro mehr als noch 2011. "Diese Entwicklung ist ein klares Indiz für eine hohe Nachfrage, der kein ausreichendes Angebot gegenüber steht", so Schick. Der Nachfrageüberhang, insbesondere nach Immobilien in sehr guten bis guten Lagen, werde nach Einschätzung von Zinshausmaklern auch in den kommenden drei Jahren anhalten. Das Gleiche gelte für die Preisentwicklung.

Berlin bleibt mit großem Abstand größter Zinshausmarkt

Die Nachfrage nach Zinshäusern konzentrierte sich wie in den Vorjahren auf die Metropolen. Die drei größten deutschen Städte Berlin, Hamburg und München vereinten 46 Prozent der Umsätze auf sich. 80 Prozent der Umsätze wurden in Städten mit mehr als 400.000 Einwohnern generiert.

Dabei ist Berlin der mit Abstand wichtigste Zinshausmarkt in Deutschland. Mehr als vier Milliarden Euro wurden in der Hauptstadt investiert. Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2011 hat sich der Umsatz in Berlin damit noch einmal um vier Prozent erhöht.

Die Zahl der Kauffälle ist in Berlin zwar binnen eines Jahres um zwölf Prozent von 1.863 auf 1.649 zurückgegangen. Der Umsatz je Transaktion ist allerdings um 17 Prozent von 2,1 auf 2,5 Millionen Euro gestiegen und sorgte so für das Wachstum beim Gesamtumsatz.

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