19.11.2012 | Euro Grundinvest

Umlandgemeinden profitieren vom Münchner Immobilienboom

Gemeinden mit S-Bahn-Anschluss - wie Karlsfeld - sind gefragt
Bild: Oliver Weber ⁄

Städte und Gemeinden im unmittelbaren Umland von Metropolen wie München profitieren nach Angaben des Münchner Bauträgers Euro Grundinvest vom aktuellen Immobilienboom. Das Unternehmen registriert derzeit eine verstärkte Erschließung von Brachflächen beziehungsweise Umwidmungen.

"Es ist zu beobachten, dass immer mehr Bauträger verstärkt Objekte im S-Bahn-Einzugsbereich realisieren", sagt Michael Balek, Chefentwickler bei Euro Grundinvest. Statt neue Baugebiete zu erschließen, versuchen Gemeinden dem Siedlungsdruck jedoch zu begegnen, indem sie innerstädtische Flächen umwidmen.

Während Einfamilienhäuser in München für weniger als eine Million Euro nur noch schwer zu finden sind, bekommen Interessenten in Orten wie Dachau oder Karlsfeld ein eigenes Heim mit kleinem Garten noch ab etwa 650.000 Euro. "Typische Käufergruppen wie jüngere Familien weichen daher immer öfter auf das Umland aus", sagt Balek.

Allerdings ist es für Bauträger in Münchens Nachbargemeinden nicht einfach, an Bauland zu gelangen. Viele Gemeinden haben vor dem Hintergrund der Erschließungskosten und kommunaler Pflichten kein Interesse, neue Wohngebiete zu erschließen. Daher werde versucht, bestehende Flächen zu nutzen, die zumindest über Verkehrsanschlüsse verfügen. "Für Immobilienkäufer haben das knappe Flächenangebot und die steigende Nachfrage auch Vorteile: Sie können auch außerhalb Münchens mit stabilen Preisen und Wertsteigerungen rechnen", erklärt Balek.

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