Die Deutschen wohnen am glücklichsten dann, wenn sie sich zu Hause sicher fühlen Bild: Haufe Online Redaktion

Das Thema Sicherheit spielt in Deutschland offenbar auch beim Wohnen eine große Rolle. 80 Prozent der Deutschen fühlen sich zu Hause und in ihrem Umfeld wohl, wenn sie sich geschützt wähnen. Vor allem Frauen, Familien und Senioren legen großen Wert auf Sicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Projektentwicklers Bonava, mit der die Zufriedenheit von Menschen und ihr Wohnumfeld untersucht wurde.

Sicherheit im Wohnumfeld ist den Menschen in allen von Bonava untersuchten Ländern und Städten (Schweden, Deutschland, Finnland, Dänemark, Norwegen, Estland und Lettland sowie St. Petersburg) wichtig. Am deutlichsten ist demnach das Sicherheitsbedürfnis in St. Petersburg und Schweden mit jeweils 88 Prozent.

Den besonderen Stellenwert des Themas Kriminalitätsvorbeugung in Deutschland zeigt auch das Projekt Transit, bei dem transdisziplinäre Sicherheitsstrategien für Polizei, Wohnungsunternehmen und Kommunen erarbeitet wurden.

Nach dem Aspekt der Sicherheit sind den befragten Deutschen dann laut Bonava die folgenden Kriterien am wichtigsten, um sich in ihrem Wohnumfeld wohl zu fühlen:

  • die Erschließbarkeit des Wohnumfeldes zu Fuß oder per Fahrrad (70 Prozent)
  • die Möglichkeit, ein gesundes Leben zu führen (65 Prozent)
  • gute Kenntnisse übers Wohnumfeld (65 Prozent)

Deutsche Wohnkultur durch große Mieterquote geprägt

Wie die Umfrage unter insgesamt 8.000 Haushalten außerdem zeigt, sind die Deutschen im Vergleich der ausgewählten Länder beziehungsweise St. Petersburg mit einem Index-Wert von 74 (von 100) in ihrem Wohnumfeld am zweitglücklichsten nach den Schweden (79). Gleichauf mit Deutschland liegt Dänemark. Besonders zufrieden über alle Standorte hinweg sind Hauseigentümer (82) – sie sind damit am glücklichsten von allen Befragten.

Im Vergleich zu den anderen Ländern ist die deutsche Wohnkultur durch die große Mieterquote geprägt. 60 Prozent aller Deutschen wohnen zur Miete und besitzen kein Eigenheim. Dies ist im Vergleich mit den anderen befragten Ländern die höchste Quote. Ein Grund dürften laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die hohen Kaufnebenkosten hierzulande sein: In Deutschland sind die Nebenkosten für den Immobilienkauf mehr als doppelt so hoch wie etwa in den Niederlanden.

In den nördlicheren Ländern gibt es mehr Eigentümer als Mieter. In Dänemark haben rund 67 Prozent der Menschen Wohneigentum und in Schweden, Norwegen und Finnland sind es sogar über 70 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Wohnumfeld, Umfragen, Sicherheit, Zufriedenheit

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