| Deutsche Hypo-Index

Trendwende beim Immobilienklima

Das Immobilienklima "erwärmt" sich weiter
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Zum Jahresbeginn 2013 zeigt der Immobilienkonjunktur-Index der Deutschen Hypo erneut leicht nach oben. Damit wurden im Januar seit drei Monaten in Folge leichte Entspannungssignale aus der deutschen Immobilienwirtschaft gesendet, was man als Trendwende interpretieren könnte.

Das Immobilienklima erholte sich im Januar 2013 weiter und stieg um 2,6 Prozent auf aktuell 121,5 Zählerpunkte an. Damit erholt es sich zum dritten Mal in Folge. Haupttreiber der aktuellen Erhebung ist das Investmentklima. Dieses steigt um 4,9 Prozent auf 125,6 Punkte an, ein Wert, der in etwa das letzte Mal im April 2012 erreicht worden ist.

Der Investmentmarkt ist demnach in guter Verfassung, die Anleger in Kauflaune. Das Ertragsklima steigt dagegen nur marginal an. Derzeit erreicht es 117,4 Zähler, nachdem es Ende des vergangenen Jahres noch bei 117,1 Zählern lag (+ 0,2 %). Viel Entwicklungspotenzial sehen die befragten Immobilienexperten demnach nicht mehr bei der Mietpreisentwicklung.

Büro-Segment mit deutlicher Erholung

Das Büro-Segment war in den vergangenen Jahren das "Sorgenkind" der deutschen Immobilienwirtschaft. Diesem Segment wurde nicht mehr viel Potenzial zugetraut. Sichere Alternativen hat man im Wohnimmobilienmarkt gesehen.

Aktuelle Studien deuten jedoch an, dass weitere deutliche Miet- und Preissteigerungen im deutschen Wohnungsmarkt nicht mehr gesehen werden. Dies deckt sich sowohl mit der skizzierten Entwicklung des Ertragsklimas als auch des Wohnklimas, das mit einem minimalen Rückgang von -1,1 Prozent auf aktuell 170,2 Zähler einer Seitwärtsbewegung einschlägt.

Das Büroklima schließt mit einem Anstieg von 7,2 Prozent wieder zum Industrie- und Handelsklima auf und kompensiert damit die Verluste der vergangenen Monate. Die befürchtete Scherenbewegung setzt sich hier nicht fort. Der Grund für diese Trendwende kann in der soliden Entwicklung der deutschen Büromärkte gesehen werden.

Seitwärtsbewegung der Immobilienkonjunktur

Nach dem deutlichen Rückgang der Immobilienkonjunktur zum Jahresende 2011 hat die Immobilienkonjunktur seitdem eine kraftlose, aber anhaltend positive Entwicklung erfahren. Gleichzeitig lassen sich aus dem nach wie vor hohem Niveau keine eindeutig abgrenzbaren Marktzyklen ablesen. Aktuell steuert es auf einen weiteren Peak zu.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienkonjunktur

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