19.06.2013 | Marktmonitor Immobilien

Traumlage schlägt Dachdämmung

Traumlage schlägt Energiestandard
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Nur 35 Prozent der Käufer legen bei Immobilien Wert auf einen hohen Energiestandard. Vor einem Jahr waren es noch 45 Prozent. Das zeigt der Marktmonitor Immobilien 2013 von immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes (Hochschule Nürtingen-Geislingen). 40 Prozent setzen auf Toplage.

Stimmen Lage, Preis und Größe, ist es vielen Immobiliensuchenden zunehmend egal, ob ihr künftiges Heim energetisch auf dem neuesten Stand ist oder nicht. Während vor einem Jahr knapp die Hälfte (45 Prozent) aller befragten deutschen Makler angab, dass bereits der Anschein eines energetischen Sanierungsrückstands den Marktwert einer Immobilie mindern kann, glauben das aktuell noch 35 Prozent.

In der aktuellen Studie sind viele der befragen Makler davon überzeugt, dass den Interessenten andere Merkmale wie Größe, Preis und Lage wichtiger sind als Energieeffizienz: 40 Prozent geben an, dass sich Immobilien in Top-Lagen, die sich augenscheinlich auf energetisch niedrigem Niveau befinden, trotzdem gut verkaufen. Im Vorjahr teilten lediglich 35 Prozent diese Meinung.

Dass Immobilien, die über keinen hohen Energiestandard verfügen, zunehmend von negativen Auswirkungen auf den Preis verschont bleiben, zeigt auch die Einschätzung der Makler. Drückte eine schlechte Energiebilanz laut der Befragten den Immobilienpreis im Jahr 2012 noch um 21 Prozent, geben die Makler den zu erwartenden Preisabschlag 2013 mit durchschnittlich 18 Prozent an.

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