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Transaktionsvolumen steigt leicht über Vorjahresniveau

Mit Edeka Südwest lagen Corporates und Eigennutzer mit rund 102 Millionen Euro Anlagevolumen auf Platz 3
Bild: Edeka

Der Markt für Logistik- und Industrieimmobilien lag laut Colliers mit einem Transaktionsvolumen von 594 Millionen Euro nach Ende des 1. Halbjahres 2012 knapp über dem Vorjahresergebnis. Der gesamte gewerbliche Investmentmarkt gab um 15 Prozent auf etwa 9,4 Milliarden Euro nach.

„Bezogen auf das Transaktionsvolumen waren Logistik- und Industrieimmobilien damit das viertbeliebteste Anlagevehikel nach Büro-, Einzelhandels- sowie mischgenutzten Immobilien“, sagt Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International, Deutschland. Dabei lag der Anteil internationaler Investoren mit rund 41 Prozent ebenso über dem Gesamtmarktniveau wie der von Portfoliotransaktionen mit 45 Prozent.

Internationale Investoren in größerem Umfang aktiv

Internationale Investoren waren im ersten Halbjahr sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite in größerem Umfang aktiv. Prologis beziehungsweise von Prologis verwaltete Fonds verkauften Anfang des Jahres im Rahmen eines Share Deals insgesamt acht Logistikimmobilien mit mehr als 240.000 Quadratmetern Mietfläche für etwa 137 Millionen Euro an einen von Tristan Capital Partners verwalteten Fonds.

Des Weiteren trennte sich Dexus Fund Management Ltd. in mehreren Schritten vom größten Teil der in Deutschland gelegenen Immobilien. Edeka Südwest übernahm Anfang des Jahres drei überwiegend selbst genutzte Immobilien in der Region Heilbronn. Hansteen Holdings erwarb dann im weiteren Jahresverlauf sechs Immobilien für rund 26 Millionen Euro von Dexus.

Drei Käufergruppen teilten sich den Markt

Offene Immobilienfonds und Immobilienspezialfonds sowie Opportunity und Private Equity Fonds hatten mit jeweils rund 30 Prozent und einem Anlagevolumen von 181 Millionen Euro beziehungsweise 177 Millionen Euro die höchsten Marktanteile auf Käuferseite. Bedingt durch Ankäufe von Eigennutzern wie beispielsweise Edeka Südwest lagen Corporates und Eigennutzer mit rund 17 Prozent und 102 Millionen Euro Anlagevolumen auf dem dritten Platz.

Ein ähnlich eindeutiges Bild zeigte sich auf Verkäuferseite. Projektentwickler trennten sich von Logistik- und Industrieimmobilien mit einem Wert von 266 Millionen Euro, was einem Marktanteil von 45 Prozent entsprach.

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