| Colliers/JLL

Transaktionsvolumen am deutschen Hotelmarkt steigt um 112 Prozent

Deutsche Investoren waren bei 18 Hotelinvestments beteiligt
Bild: Michael Bamberger

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat dem Immobilienberater Colliers zufolge zum Ende des dritten Quartals 2014 ein Transaktionsvolumen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 112 Prozent. Der Immobiliendienstleister JLL prognostiziert dem deutschen Hotelmarkt für 2014 einen neuen Rekord von mindestens 2,5 Milliarden Euro.

Internationale Verkäufer waren dabei sehr aktiv. Sie erreichten im untersuchten Zeitraum einen Anteil von 63 Prozent (1,3 Milliarden Euro) am Transaktionsvolumen. Mit rund 1,1 Milliarden Euro und somit einem Anteil von 53 Prozent am Transaktionsvolumen wurden mehr als die Hälfte des Investmentvolumens im Rahmen von Paketverkäufen erzielt.

Großvolumige Transaktionen bestimmen das Marktgeschehen

Rund 1,9 Milliarden Euro wurden in Hotels investiert, deren Verkaufspreis über fünf Millionen Euro lag. Etwa 60 Prozent (1,3 Milliarden Euro) des Transaktionsvolumens flossen in Hotels der Kategorie 3 bis 4 Sterne. Zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von sechs Prozentpunkten. Budgethotels und Hotels des Luxussegments lagen mit jeweils etwa 400 Millionen Euro oder 20 Prozent am Transaktionsvolumen gleich auf.

Während sich das Luxussegment auf nahezu konstantem Niveau hielt, war besonders im Bereich der Budgethotels ein deutlicher Anstieg der Transaktionen zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden lediglich zehn Prozent des Gesamtvolumens in Hotels der niedrigsten Hotelklassifizierung investiert.

Vermögende Privatpersonen und Institutionelle am aktivsten

Laut JLL wurde in den ersten neun Monaten ein Transaktionsvolumen von zirka 1,96 Milliarden Euro verzeichnet. Der Zehn-Jahresschnitt für den Dreivierteljahreszeitraum (752 Millionen Euro) ist damit mehr als verdoppelt.

Unterschiedlich zeigten sich die einzelnen Quartale 2014. Einem schwachen Jahresauftakt (193 Millionen Euro). Zwischen Juli und Ende September floss dann Kapital in einer Höhe von 598 Millionen Euro in Hotelobjekte, zweimal so viel wie ein Jahr zuvor.

Das Gros der Investoren in den ersten drei Quartalen waren finanzierungsunabhängige vermögende Privatpersonen und institutionelle Anleger. Mit 26 der 46 Transaktionen investierten diese beiden Anlegergruppen rund 767 Millionen Euro.

Deutsche Investoren waren bei 18 Hotelinvestments beteiligt (rund 40 Prozent aller Transaktionen) und kamen damit auf ein Volumen von 430 Millionen Euro. Weitere Herkunftsländer waren unter anderem Frankreich (vier Transaktionen), Vereinigtes Königreich (3), USA (3) und Spanien (3).

Wenn die derzeitigen Verhandlungen auch größervolumiger Transaktionen noch im letzten Quartal des laufenden Jahre erfolgreich abgeschlossen werden, könnte das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Hotelmarkt laut JLL mit einer neuen Rekordmarke aufwarten. Die hieße dann mindestens 2,5 Milliarden Euro und läge über den bisherigen Höchstwerten von 2006 und 2007mit jeweils 2,3 Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie

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