03.11.2015 | BBSR

Deals großer Bestände erreichen mit 264.000 gehandelten Wohnungen neues Hoch

Das Transaktionsgeschehen wird im Wesentlichen von börsennotierten Wohnungsunternehmen bestimmt
Bild: Michael Kopatz ⁄

Im ersten Halbjahr 2015 wurden am deutschen Markt für Mietwohnungsportfolios rund 264.000 Einheiten gehandelt. Das zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR). 14 der 24 Verkäufe waren der Kategorie 800 und 2.000 Wohnungen zuzuordnen, vier Deals der Kategorie 2.000 bis 5.000 Wohnungen. Dazu kamen sechs Großtransaktionen mit mehr als 10.000 Wohneinheiten.

Im ersten Halbjahr 2015 waren private Akteure die mit Abstand bedeutendste Gruppe am deutschen Transaktionsmarkt. "Das Transaktionsvolumen übertrifft das der vergangener Halbjahre deutlich, was auf die wachstumsorientierten Marktstrategien der Immobilienaktiengesellschaften zurückzuführen ist", sagt BBSR-Direktor Harald Herrmann.

Das Transaktionsgeschehen wird im Wesentlichen von börsennotierten Wohnungsunternehmen bestimmt. Während bis in das Jahr 2014 Finanzinvestoren den Börsengang für den Ausstieg aus ihren Wohnungsinvestments nutzten und damit das Transaktionsgeschehen maßgeblich beeinflussten, sind es seitdem die Marktaktivitäten der börsengelisteten Immobiliengesellschaften, die das Transaktionsvolumen bestimmen.

Der Kauf der Gagfah Group durch die Deutsche Annington SE (jetzt Vonovia SE) sowie der Westgrund AG durch die Adler Real Estate AG gehören mit rund 136.000 beziehungsweise 20.000 anteilig verkauften Wohnungen zu den größten Transaktionen im zurückliegenden Halbjahr.

Schlagworte zum Thema:  Mietwohnung, Transaktion, Wohnungsportfolio

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