28.08.2013 | CBRE

Wachsender Online-Handel macht Tokio zum teuersten Logistikmarkt der Welt

Die hohe Nachfrage nach modernen Flächen macht Tokio zum teuersten Logistikmarkt weltweit
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Tokio ist der weltweit teuerste Markt für Industrie- und Logistikimmobilien. Bezahlt werden 288,70 Euro pro Quadratmeter jährlich. Ein Grund: der verschärfte Wettbewerb des wachsenden E-Commerce-Handels um moderne Flächen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Immobiliendienstleisters CBRE.

Die CBRE-Quartalsstudie untersucht die Entwicklung der zehn weltweit führenden Logistikimmobilienmärkte. Demnach ist Tokio der teuerste Markt der Welt (288,70 Euro pro Quadratmeter jährlich), gefolgt von London (275,71 Euro pro Quadratmeter jährlich) und Singapur (247,01 Euro pro Quadratmeter jährlich).

Nach Angaben von CBRE blieben die Mieten in acht der zehn teuersten Märkte im zweiten Quartal 2013 stabil, in Tokio und Hong Kong stiegen sie. Aufgrund der Nachfrage des Online-Handels und von Unternehmen aus der Logistikbranche sind die Mieten in Tokio im zweiten Quartal um 2,2 Prozent gestiegen. In Hong Kong stiegen sie aufgrund des besonders knappen Angebots um 2,6 Prozent. Auf dem dritten Rang sieht sich auch Singapur einem Mangel an qualitativen Angeboten und einer gleichzeitig starken Nachfrage gegenüber.

Neuling in den Top 10: Die finnische Hauptstadt Helsinki

Die Spitzenmieten in den meisten europäischen Märkten, einschließlich London, Paris, Stockholm, Moskau und Helsinki blieben trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stabil. Allerdings ist die Nachfrage nach hochspezialisierten, günstig gelegenen Logistikimmobilien weiterhin stark. Expandierende Mieter haben nur begrenzte Möglichkeiten, die ihren Anforderungen entsprechen. Daher bleiben viele von ihnen in den bisher genutzten Flächen.

Die Verfügbarkeit moderner Distributionszentren in Tokio ist immer noch begrenzt. Das zeigt die weitere Abnahme der Leerstandsquote auf 2,7 Prozent im zweiten Quartal – der niedrigste Stand seit 2004. Obwohl in den nächsten 18 Monaten etwa 547.500 "tsubo" (entspricht rund 39.700 Quadratmetern) entstehen werden, ist ein Überangebot nicht zu befürchten, da etwa 60 Prozent der in der zweiten Jahreshälfte 2013 neu entstehenden Flächen bereits vorvermietet sind.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ist Helsinki (239 Euro pro Quadratmeter jährlich) ein Neuling in den Top 10, da Unternehmen ihre Immobilienbestände weiter reduzieren werden und die Nachfrage immer noch relativ stark ist. Die Nachfrage nach hochspezialisierten Logistikimmobilien in Stockholm (205,05 Euro pro Quadratmeter jährlich) und Moskau (187,60 Euro pro Quadratmeter jährlich) ist – wie in anderen europäischen Städten auch – immer noch größer als das Angebot.

Die Leerstandsquote in Moskau ist mit nur 1,1 Prozent extrem niedrig. Die Angebotspipeline für das restliche Jahr ist geringer als erwartet. Der Großteil der verfügbaren Flächen befindet sich mindestens 30 Kilometer außerhalb der Stadt. Nur zehn Prozent der freien Bestände liegen in einem Umkreis von zehn Kilometer.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Logistikimmobilie

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