Deutschland gehört neben Schweden zu den führenden europäischen Märkten für weltweit börsengehandelte Immobilienaktien (REITs). Im zweiten Quartal 2018 legten diese um acht Prozent zu. Das liegt vor allem an den Leerstandsquoten bei Büroimmobilien, die in Deutschland europaweit am niedrigsten sind. Das geht aus dem jüngsten Quartalsreport von Timbercreek Investment Management hervor.

Die bessere Wertentwicklung von REITs ist laut der Analyse in erster Linie auf das Wachstum der Weltwirtschaft, sinkende Arbeitslosigkeit in vielen Ländern und niedrigere Leerstandsquoten zurückzuführen, welche sowohl dem gewerblichen als auch dem Markt für Wohnimmobilien zugutekamen.

Besonders Büroimmobilien für gutes deutsches Ergebnis verantwortlich

Besonders das Segment der Büroimmobilien in Europa verzeichnete laut Timbercreek Investment Management ein Wachstum dank sinkender Leerstandsquoten von durchschnittlich 7,0 Prozent, wobei die niedrigsten Werte in Deutschland zu finden waren (Berlin (2,0 Prozent), München (3,2 Prozent) und Hamburg (4,5 Prozent)). Auch die Fundamentaldaten für Mehrfamilienhäuser in Deutschland blieben laut Timbercreek Investment Management robust und zeigten keine Anzeichen von Schwäche.

Der E&G ERIX-Index für europäische REITs hatte zuletzt 0,6 Prozent an Wert hinzugewonnen.

Weltweit stieg die Rendite um 5,3 Prozent

Weltweit haben REITs globale Aktien im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich übertroffen und erzielten eine Rendite von 5,3 Prozent gegenüber minus 4,3 Prozent im ersten Quartal 2018 (auf US-Dollar-Basis). Die höchsten Erträge zwischen April und Juni 2018 verzeichnete laut der Analyse der US-amerikanische REITs-Markt (+10.2 Prozent in US-Dollar), gefolgt von Australien (+9.9 Prozent in Australischen Dollar) und Kontinentaleuropa (+6.1 Prozent in Euro). Die führenden europäischen Märkte waren Schweden (+9.1 Prozent in Schwedische Kronen) und Deutschland (+8.0 Prozent in Euro).

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