20.08.2014 | Studie

Zahlen zum Verbrauch senken Energiebedarf um neun Prozent

Mieter regeln ihren Heizungsverbrauch besser, wenn sie regelmäßig über die Kosten informiert werden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Mieter, die monatlich Informationen zu ihrem Heizungsverbrauch erhalten, benötigen im Durchschnitt neun Prozent weniger Energie als ihre Nachbarn. Das zeigen erste Zwischenergebnisse eines Modellvorhabens, das die Deutsche Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit ista Deutschland, dem Deutschen Mieterbund und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit durchführt.

"Die Ergebnisse der ersten Heizperiode bestätigen, was wir vermutet haben: Transparenz und Effizienz gehen Hand in Hand", betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Jetzt gilt es, die Ergebnisse genauer zu analysieren, von den Erfahrungen der beteiligten Mieter und Vermieter zu lernen und die Wirkung in den kommenden beiden Heizperioden zu untersuchen."

Im Rahmen des Modellvorhabens "Bewusst heizen, Kosten sparen" erhalten Mieter über ein Internetportal oder auch per Post kontinuierlich Informationen über ihren Wärmeverbrauch. Dieser wird über Funkzähler erfasst und digital an den Energiedienstleister ista übermittelt. Die aktuellen Verbrauchsdaten können die Mieter mit dem Verbrauch im Vormonat, im Vorjahr oder in einer Durchschnittswohnung des Mietshauses vergleichen. Auf dieser Grundlage können die Mieter selbst entscheiden, ob sie ihr Heizverhalten verändern und dadurch Kosten sparen. 

In der Heizperiode 2013/14 testeten über 140 Haushalte in den Regionen Essen, Berlin und München kostenlos das Energiedatenmanagement. Das Modellvorhaben wird bis Mitte 2016 fortgesetzt.

Schlagworte zum Thema:  Studie, Energie

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