29.04.2016 | Bulwiengesa

Projektentwicklungen in A-Städten stagnieren - NCC/Bonava größter Wohnungsentwickler

NCC-Wohnprojekt in Berlin-Schönefeld
Bild: NCC

Das Flächenvolumen an Projektentwicklungen in den sieben größten deutschen Städten stagniert derzeit bei 25,4 Millionen Quadratmetern (2015: 25,5 Millionen). Das ist ein Ergebnis einer Studie von Bulwiengesa. Dabei wuchs das dominierende Wohnsegment um 1,1 Millionen auf 17,1 Millionen Quadratmeter. In diesem Bereich liegt NCC/Bonava mit 554.000 Quadratmetern entwickelter Wohnfläche auf dem ersten Platz des Rankings.

Diskussionen über Marktgleichgewicht und soziale Stadtentwicklung hätten "dazu geführt, dass die Restriktionen aus politischer Regulierung, gestiegenen Baukosten und zu hohen Grundstückspreisen zu einem Stillstand bei den Projektentwicklungen der klassischen Trader Developer geführt haben“, sagt Andreas Schulten, Vorstand von Bulwiengesa.

Untersucht wurden rund 3.400 Immobilienprojektentwicklungen in den Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart, die zwischen 2013 und 2020 geplant, im Bau befindlich oder fertiggestellt wurden.

Trend zum Investor Development

Trotz der stagnierenden Zahlen in der Studie ist der Gesamtmarkt der Projektentwicklungen laut Bulwiengesa allerdings nicht automatisch rückläufig:

„Mit etwa zehn Millionen Quadratmetern sind vermehrt Akteure des Investor Developments, also Land Bankers, Großprojekt-Investoren und städtische Wohnungsgesellschaften, hinzugekommen", so Schulten. Dahinter verberge sich zumindest in Teilen eine erhöhte Risikobereitschaft.

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Das aktuelle Volumen liegt bei 4,9 Millionen Quadratmetern und damit knapp 600.000 Quadratmeter unter dem letztjährigen Niveau.

Wohnsegment dominiert den Markt

Das Wohnsegment dominiert, gemessen am Volumen, wie schon in den vergangenen Jahren den Projektentwicklermarkt und wächst trotz des stagnierenden Umfelds um 1,1 Millionen auf 17,1 Millionen Quadratmeter. Jedoch liege das Wachstum diesmal unter dem Niveau der vergangenen Jahre (zwischen 1,3 und 1,7 Millionen Quadratmeter seit 2010) und reicht deshalb nach Einschätzung von Bulwiengesa nicht mehr aus, um den summierten Rückgang in den übrigen Segmenten zum Positiven hin auszugleichen.

Wachstumsstädte: Berlin, München und Stuttgart

Auf Ebene der einzelnen Städte liegen die Ergebnisse der Studie auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

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In Hamburg stagniert  das Projektentwicklervolumen und in den übrigen Städten ging es sogar zurück.

"Köln, Düsseldorf und Frankfurt am Main bestätigen ihren Status als volatile Märkte, während Berlin und München stabil wachsen", sagt Ellen Heinrich, zuständige Projektleiterin bei Bulwiengesa. Auffallend sei, dass Berlins Wachstum geringer ausfalle als im Vorjahr und jenes von München dagegen stärker. "Dennoch bleibt die Hauptstadt auch weiterhin der größte Projektentwicklermarkt“, so Heinrich.

Gesamtranking: Zech Group volumenstärkster Projektentwickler

Den Spitzenplatz im Gesamtranking der Studie nimmt mit etwa 680.000 Quadratmetern wie im Vorjahr die Zech Group mit ihren Tochterfirmen Art Invest, die developer und Die Wohnkompanie ein, trotz leichter Verluste.

An zweiter Stelle liegt NCC/Bonava mit 554.000 Quadratmetern Fläche und an dritter Stelle Formart (432.000 Quadratmeter), nur knapp vor CA Immo (428.000 Quadratmeter) und der CG-Gruppe (427.000 Quadratmeter).

Die ausschließlich im Wohnungsmarkt tätige NCC liegt außerdem zum vierten Mal in Folge im Wohnsegment auf dem ersten Platz, gefolgt von Formart mit 426.000 Quadratmetern und BPD mit 390.000 Quadratmetern.

Die Zech Group belegt mit 285.000 Quadratmetern auch im Bürosegment die Spitzenposition, vor CA Immo mit 236.000 Quadratmetern und Strabag mit 198.000 Quadratmetern.

Ein anderes Bild bietet sich im Einzelhandel: Den „unangefochten“ ersten Platz nimmt mit 207.000 Quadratmetern die ausschließlich in Berlin tätige High Gain House Investment ein. Platz zwei nimmt aktuell ECE mit 70.000 Quadratmetern ein, auf Platz drei liegt die Zech Group mit 68.000 Quadratmetern.

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Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Wohnimmobilien, Studie

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