18.08.2016 | Lebenshaltung

Studie: München ist trotz hoher Einkommen am kostenintensivsten

Untersucht wurden zehn Städte: München hat die dritthöchsten Nettoeinkommen, aber die höchsten Mieten
Bild: elke hartmann ⁄

Der höchste Nettolohn in Deutschland wird laut einer Studie der Kurzzeitkreditplattform Vexcash in Frankfurt am Main gezahlt. Mit 2.352 Euro monatlich liegt die Metropole 33 Prozent über dem Schnitt von 1.768 Euro. Vergleichbar sind Stuttgart (2.324 Euro) und München (2.272 Euro). In diesen Städten wird mit bis zu 91 Prozent des Einkommens aber auch am meisten ausgegeben für Lebenshaltung und Miete. Am kostenintensivsten ist München.

Die Ausgaben in Frankfurt (2.140 Euro) und Stuttgart (2.115 Euro) liegen bei fast 91 Prozent des Netto-Gehalts. Die Lebenskosten in München bilden mit 2.045 Euro immerhin 90 Prozent.

Das Leben in der Münchener City ist der Vexcash-Studie zufolge aufgrund der hohen Nettokaltmieten enorm kostenintensiv. Mit einem Quadratmeterpreis von 17,43 Euro ist der Mietspiegel in München mit Abstand deutschlandweit am höchsten. Die Kosten für eine vergleichbare Wohnung in der Leipziger-City kostet im Gegensatz dazu nur 39 Prozent der Münchener Nettokaltmiete pro Quadratmeter.

Im deutschlandweiten Vergleich werden in den Neuen Bundesländern immer noch die geringsten Nettolöhne ausgezahlt. Das Durchschnittseinkommen in Leipzig liegt bei etwa 1.571 Euro und somit zwölf Prozent unter dem deutschen Durchschnitt. Aber auch in Dresden und Berlin bleiben Arbeitnehmer unter der 2.000-Euro-Grenze mit ihrem Nettolohn.

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