| Studie

Hamburg wird für Familien attraktiver

Bei der Kinderbetreuung sei Hamburg in den vergangenen Jahren vorangekommen
Bild: 2009 Rolf van Melis

Hamburg wird für junge Familien zunehmend attraktiv. Ein großes Problemfeld sind jedoch Schulen und Betreuungsangebote für Kinder.

Dies ergab eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der Hamburger Sparkasse (Haspa). Demnach steht Hamburg auch im Bereich Wohnen trotz steigender Mieten im Vergleich unter den sechs größten deutschen Städten noch relativ gut da. Dennoch finde sich Hamburg insgesamt eher im Mittelfeld der untersuchten Städte; speziell München habe sich trotz enormer Wohnkosten in den vergangenen Jahren dynamischer entwickelt. „Trotz der Fortschritte bleibt der Bildungsbereich ein zentrales Handlungsfeld“, sagte Silvia Stiller vom HWWI, eine der Autorinnen der Studie. In keiner Großstadt sei der Abstand zwischen guten und schlechten Schulen so groß. Die Qualität der Schulen sei im Umland teilweise höher. Bei der Kinderbetreuung sei Hamburg indes in den vergangenen Jahren vorangekommen; so sei inzwischen fast ein Drittel der Kinder unter drei Jahren in einer Ganztagsbetreuung.

Bei den drei- bis sechsjährigen Kindern liege Hamburg jedoch wieder deutlich hinter den anderen großen Städten zurück. Die Motive der Zuzügler seien jedoch komplex, sagte Stiller. Nicht nur Bildungs- und Betreuungsangebote spielten eine Rolle, sondern ebenso die beruflichen Entwicklungschancen, das Einkommen oder der Wohnungsmarkt. Gemessen an den durchschnittlichen Einkommen verfüge die Hansestadt über ein gutes und preisgerechtes Angebot an Einfamilienhäusern. Auch punkte die Stadt beim Freizeitwert. Die Sicherheit vor Kriminalität und im Straßenverkehr seien dagegen verbesserungsfähig.

Schlagworte zum Thema:  Hamburg, Familie

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