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Studie: Sinkende Häuserpreise in AKW-Nähe nach Stilllegung

Im Umkreis stillgelegter Kernkraftwerke in Deutschland sind die Immobilienpreise um elf Prozent gesunken.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Preise von Immobilien in der Nähe deutscher Atomkraftwerke (AKW), die nach der Reaktorkatastrophe in Japan stillgelegt oder deren Laufzeit verkürzt wurde, sind einer Studie zufolge gesunken.

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW).

Es wurden die Preise von knapp 900 000 Einzelhäusern ausgewertet, die zwischen März 2009 und Mai 2012 auf dem Internet-Immobilienportal ImmobilienScout 24 angeboten wurden. Nicht berücksichtigt wurde der März 2011, in dem sich das Unglück in Japan ereignete. In einem Umkreis von fünf Kilometern um ein stillgelegtes deutsches Kernkraftwerk ermittelten die Forscher einen Rückgang der Immobilienpreise um knapp elf Prozent.

Die Forscher sehen vor allem wirtschaftliche Gründe als Ursache für den Preisrückgang: "Arbeitsplätze gehen verloren, die Umsätze von Hotels und Restaurants sinken, die Kommunen haben niedrigere Gewerbesteuereinnahmen". Dagegen seien die Preise von Immobilien im Umfeld von Reaktoren, die weiter am Netz blieben, deutlich geringer gefallen. Den Rückgang um immerhin noch knapp fünf Prozent erklärten die Wissenschaftler mit der Sorge der Menschen vor den Gefahren der Atomkraft.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienpreis, Studie, Atomkraftwerk

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