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Studentenimmobilien: Aussichtsreiches Investment oder Strohfeuer?

Weniger als zehn Prozent der deutschlandweit 2,7 Millionen Studenten wohnen in Studentenwohnheimen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Landflucht – Migration – wachsende Arbeitsmobilität: Die Folge ist, dass es in Deutschland zu wenige bezahlbare kleine Wohnungen gibt. Besonders angespannt ist die Situation für Studenten. Auf der Expo Real hat Matthew Ryall, CEO des britischen Entwicklers Crosslane, eine Standortbestimmung zum Markt gegeben und zählt Deutschland zu den interessantesten Märkten für Studentenimmobilien in Europa.

Es gebe drei Kernpunkte, warum Deutschland zu den interessantesten Märkten Europas für Studentenimmobilien zähle, erklärte Ryall. Erstens gebe es im Vergleich zu anderen Ländern wie Großbritannien und den USA kaum geeignete Unterkünfte für Studenten.

Weniger als zehn Prozent der deutschlandweit 2,7 Millionen Studenten wohnen in Studentenwohnheimen der halböffentlichen Studentenwerke und privater Anbieter von Immobilien. Zweitens seien die Qualität und das Management vieler Studentenunterkünfte bestenfalls mittelmäßig. Drittens steige die Zahl ausländischer Studierender dynamisch an, was für einen weiteren Nachfrageschub sorgen werde.

Marktturbulenzen haben kaum Einfluss auf Studentenimmobilienfonds

Für Investoren seien Investments in Studentenimmobilienfonds interessant, führte Ryall aus, da sie die Volatilität im Portfolio reduzierten und attraktive stabile Rendite erwirtschaften könnten. So habe beispielsweise der Victus European Student Accommodation Fund seit Auflegung im März 2013 eine Rendite von 16,57 Prozent erwirtschaftet.

Die Wertentwicklung habe in der Vergangenheit einen äußerst stetigen Verlauf genommen – unabhängig von Aktienmarkt-Crashs, der Banken- und Euro-Staatsschuldenkrise, politischen Turbulenzen und sogar dem Platzen der Immobilienblase.

Fazit

  • Investments in Studentenimmobilien können attraktive stabile Renditen erwirtschaften und zur Reduktion der Schwankungsanfälligkeit von Portfolios genutzt werden.
  • Die Angebots-Nachfrage-Situation spricht für Investments in Deutschland: Kleine und bezahlbare Wohnungen sind knapp und die Nachfrage nach Studentenimmobilien steigt – vor allem durch den Zustrom ausländischer Studierender.
  • US- und britische Anbieter verfügen über einen ausgewiesenen Track-Record und bringen ihre Erfahrung bei Entwicklung, Betrieb und im Fondsmanagement nach Deutschland.
  • Die Anlageklasse Studentenimmobilien hat sich auch bei Marktturbulenzen – selbst beim Platzen der Immobilienblase – als äußerst robust erwiesen.

Schlagworte zum Thema:  Expo Real, Studentenwohnheim

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