24.09.2015 | Ernst & Young Real Estate

Rund 60 Prozent der Stiftungen investieren trotz Renditeeinbußen bevorzugt in Metropolen

Renditen sind für Stiftungen nicht so wichtig wie Sicherheit
Bild: Andreas Hermsdorf ⁄

Rund 90 Prozent der deutschen Stiftungen legen beim Investieren den Fokus auf Immobilien in Deutschland. Das ist Ergebnis einer Studie von Ernst & Young Real Estate. Nur 37 Prozent sehen B-Städte als Alternative zu den Metropolen; der größere Teil der Stiftungen nimmt für risikoärmere Investments eher Renditeeinbußen in Kauf. 60 Prozent legen Wert darauf, dass die Immobilienanlage dem Stiftungszweck entspricht.

Die Befragten zeigen eine klare Präferenz für direkt gehaltene Immobilien hierzulande. 75 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass Immobilien die Anlageklasse sind, die sie perspektivisch am stärksten ausbauen wollen. Rund 60 Prozent investieren dafür bevorzugt in Core-Immobilien.

Die geplante Immobilienstrategie des Vorjahres konnten 90 Prozent der befragten Stiftungen weitgehend umsetzen.

Nur 37 Prozent ziehen Investments in B-Städten den Metropolen vor

Bestandsschutz und Sicherung der Erträge sind für 60 Prozent der befragten Stiftungen die primären Anlageziele. Rendite-Risiko-Erwägungen spielen eine untergeordnete Rolle. Lediglich 37 Prozent der Befragten geben entsprechend an, dass Immobilieninvestments in B-Städten eine interessante Alternative zu Metropolen darstellen.

Grund ist der Umfrage zufolge das geringere Risiko in den etablierten Märkten. Dafür nehmen Stiftungen auch niedrigere Renditen in Kauf. Rund die Hälfte der Stiftungen ist bereit, höhere Preise zu zahlen, sofern die Immobilie eine Nachhaltigkeitszertifizierung ausweist.

"Mission Investing" rechtfertigt Renditeeinbußen

Unter "Mission Investing" versteht man die zweckbezogene Investition des Stiftungsvermögens, um damit den Stiftungszweck zu erfüllen. 60 Prozent der Befragten geben an, bereits heute Wert auf "Mission Investing" zu legen. Die Immobilienanlage muss dem Stiftungszweck entsprechen beziehungsweise darf diesem zumindest nicht widersprechen.

Bei Gewerbeimmobilienanlagen legen die Befragten Wert darauf, dass die Mieter jeweils für angemessene Arbeitsbedingungen in den Objekten sorgen. 80 Prozent der Befragten geben an, Immobilien zu erwerben, die einen besonderen Nutzen für die Gesellschaft haben.

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Schlagworte zum Thema:  Stiftung, Investment

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