| Feri Eurorating

Steigendes Interesse deutscher Investoren am niederländischen Immobilienmarkt

Besonders Immobilien in Amsterdam bieten eine steigende Rendite.
Bild: Union Investment

Die Fünf-Jahres-Prognose (2015-2019) der Agentur Feri Eurorating Services AG geht für den niederländischen Wohnungsmarkt davon aus, dass die Mieten um 2,2 Prozent und die Preise für Eigentumswohnungen um 2,4 Prozent jährlich wachsen werden. Die relativ hohen Renditen ziehen vor allem deutsche Investoren an. Boom-Town Nummer eins ist Amsterdam.

Bei einer im Prognosezeitraum stabilen, möglicherweise leicht sinkenden Mietrendite von derzeit knapp fünf Prozent ergibt dies eine Gesamtertragsperspektive von sieben bis acht Prozent pro Jahr für die nächsten fünf Jahre.

Insgesamt hat sich im ersten Quartal 2015 das Feri-Prognoserating des niederländischen Immobilienmarkts von C auf B verbessert. Regional verläuft die Entwicklung der Immobilienmärkte allerdings sehr unterschiedlich. Die Region Randstad mit den Städten Amsterdam, Utrecht, Den Haag und Rotterdam ist am attraktivsten. Die Städte mit der größten Dynamik bezogen auf die demografische Entwicklung sind Amsterdam mit dem Feri-Rating A (Vorjahr: B), gefolgt von Utrecht und Den Haag mit den Feri-Ratings B+ (Vorjahr: C). Rotterdam fällt demografisch etwas zurück, übertrifft aber auch mit dem Feri-Rating B (Vorjahr: C) noch deutlich den Landesdurchschnitt.

"Das Interesse internationaler und vor allem deutscher Investoren an Engagements im niederländischen Wohnimmobilienmarkt ist bereits stark gestiegen", so Manfred Binsfeld, Leiter Immobilienmarktresearch. Zum ersten Mal seit 2008 sind im letzten Jahr die Preise für Wohneigentum wieder gestiegen. In den Jahren 2013 und 2014 fand auch ein außergewöhnlich starker Anstieg der Mieten statt.

Grund: Die Politik strebt eine Reform des stark regulierten Vermietungsmarktes und eine Wiederbelebung des kleinen freien Vermietungsmarktes an. Einen weiteren Grund für die positiven Aussichten auf dem niederländischen Wohnungsmarkt sieht Binsfeld darin, dass die Konjunktur seit letztem Jahr wieder anzieht. Nach einer längeren rezessiven Phase drehte sie 2014 wieder mit 0,8 Prozent ins Plus. Am Arbeitsmarkt finde die Wende erst in diesem Jahr statt. Zum ersten Mal seit 2008 wachse 2015 die Beschäftigung. Auch beim Konsumklima sei die Trendwende erkennbar.

Schlagworte zum Thema:  Marktanalyse, Immobilienmarkt

Aktuell

Meistgelesen