08.04.2015 | immowelt.de

70 Prozent der Makler rechnen mit steigenden Mietkosten durch Bestellerprinzip

86 Prozent der Makler glauben, dass vermieter künftig in Eigenregie handeln werden
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer den Makler beauftragt, muss ihn voraussichtlich ab dem 1. Juni zahlen. Durch das Bestellerprinzip sollen Mieter entlastet werden. Doch nur sieben Prozent der Makler glauben dem Online-Portal immowelt.de zufolge, dass es zu einer Entlastung der Mieter kommen wird. 70 Prozent gehen davon aus, dass die Vermieter die Kosten auf die Miete umlegen werden.

41 Prozent sind überzeugt, dass es zumindest vorübergehend zu einer Entlastung kommt. Langfristig rechnen sie allerdings eher mit schlechteren Bedingungen für die Mieter.

Dass die Wohnungssuche für Mieter in Zukunft wirklich günstiger wird, wird von vielen Immobilienprofis angezweifelt. Mieter, die einen Makler mit der Wohnungssuche beauftragen, werden diesen auch in Zukunft bezahlen müssen. Letztendlich blieben die Mieter dann also doch auf den Kosten sitzen.

Das Bestellerprinzip wirkt sich auch negativ auf die Attraktivität von Immobilien als Kapitalanlage aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Immobilienportals Immonet.

Mehr Streit zwischen Mietern und Vermietern

In Zukunft werden der Umfrage zufolge Vermieter vermehrt versuchen, ihre Immobilien in Eigenregie an den Mann zu bringen – davon sind 86 Prozent der deutschen Makler überzeugt. Vermieter müssen dann zahlreiche Aufgaben selbst bewerkstelligen, bei denen sie bislang von professionellen Maklern unterstützt wurden. Dazu gehört etwa das Erstellen von Exposés, Grundrissen und Mietverträgen oder das Ermitteln ortsüblicher Vergleichsmieten. 79 Prozent der Makler sehen die Gefahr, dass es dadurch in Zukunft zu mehr Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern kommen wird, bei denen der Makler bislang vermitteln konnte.

Die Ad-hoc-Umfrage zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip wurde innerhalb des Immobilien-Professional-Panels (IPP) der Immowelt AG durchgeführt, dem ersten deutschen Profi-Panel für Marktforschung in der Immobilienbranche. Am IPP nehmen ausschließlich Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teil. An der Ad-hoc-Umfrage beteiligten sich 833 Immobilienprofis.

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