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Stationärer Einzelhandel schlägt Online-Shopping

Schildergasse Köln: Der innerstädtische Einzelhandel zieht europäische Kunden an
Bild: Rudy ⁄

Die meisten Europäer bevorzugen den stationären Einzelhandel vor Ort vor dem Online-Shopping und der "Grünen Wiese". Das zeigt eine Studie von CBRE. 78 Prozent entscheiden sich demnach etwa beim Kauf von Modeartikeln für die Innenstädte.

Für die Studie wurden zwischen März und April 2013 rund 10.000 Verbraucher in zehn europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen, Russland, Schweden, Spanien, Ungarn) von CBRE befragt, wie und wo sie einkaufen. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die Konsumenten ihre Einkaufsgewohnheiten in den kommenden Jahren nicht radikal verändern werden und neue Technologien sowie digitale Tools, wie beispielsweise QR-Codes, erst langsam akzeptieren. Zwei Drittel der Befragten gab an, dass die Faktoren Warenpreis, Sauberkeit, Sicherheit und bequeme Erreichbarkeit die wichtigsten für die Entscheidung wären, wo man einkauft. Unterhaltungs-  und Freizeitwert werden von insgesamt einem Drittel und bei mehr als 50 Prozent der jüngeren Befragten als wichtig erachtet.

Trotz der Konkurrenz durch Online-Shopping und Einkaufszentren "auf der grünen Wiese" sind Innenstädte und Fußgängerzonen nach wie vor erste Wahl für den europäischen Verbraucher. Demzufolge werden die Fundamentaldaten für den Einzelhandel sich nur langsam verändern und der stationäre Einzelhandel wird weiterhin eine Schlüsselrolle in der neuen "Multichannel-Welt" spielen.

Zentrale Ergebnisse der Studie

In Ladengeschäften vor Ort und Einkaufszentren in Innenstädten wird am häufigsten Kleidung eingekauft – durchschnittlich mindestens einmal im Monat. Shopping-Center "auf der grünen Wiese" werden durchschnittlich alle sechs Wochen aufgesucht. Mindestens zwei Drittel der Befragten führte aus, dass Warenpreis, Sauberkeit, Sicherheit, gute/kostenlose Parkmöglichkeiten und bequeme Erreichbarkeit die wichtigsten Faktoren für die Entscheidung wären, wo man einkauft.

Angebotsbreite und -tiefe der Retailer sowie die Größe der Stores stehen ganz oben auf der Prioritätenliste der Konsumenten. 54 Prozent der Verbraucher nehmen für den Besuch von Einkaufszentren in der Innenstadt beziehungsweise 76 Prozent für den Besuch außerstädtischer Einkaufszentren das Auto; auch 30 Prozent der Fahrten zu Einkaufsmöglichkeiten vor Ort erfolgen mit dem Auto. Dies zeigt, dass Parkmöglichkeiten für die Kundenzufriedenheit und Besuchsfrequenz sowohl für die Innenstadt als auch den Stadtrand wichtig sind.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Einzelhandel

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