16.01.2013 | Colliers

Starkes Investmentjahr auf dem deutschen Hotelmarkt

Zu den größten Deals 2012 zählte der Verkauf des Hamburger Barceló
Bild: Daniel Sumesgutner_Fotodesign

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erlebte 2012 nach einem sehr umsatzstarken dritten ein noch besseres viertes Quartal: Am Jahresende wurde ein Transaktionsvolumen von knapp 1,3 Milliarden Euro verbucht, teilt Colliers mit. Das Ergebnis lag 16 Prozent über dem des Vorjahrs.

"Während sich die Investoren im ersten Halbjahr spürbar zurückhielten, wurden im zweiten Halbjahr einige attraktive und großvolumige Verkäufe zum Abschluss gebracht, die letztendlich zu einem leicht über den Erwartungen liegenden Investmentvolumen führten", so Andreas Trumpp, Head of Research bei Colliers International, Deutschland.

Auf Verkäufe kleineren Volumens unter fünf Millionen Euro entfielen etwa vier Prozent beziehungsweise 54 Millionen Euro des gesamten Transaktionsvolumens. Der Anteil der Hotelportfolios lag auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Mit zirka 184 Millionen Euro wurden rund 14 Prozent des Transaktionsvolumens im Rahmen von Paketverkäufen erzielt.

Höchste Nachfrage nach 3- und 4-Sterne-Hotels

Das meiste Kapital wurde im mittleren Sternesegment angelegt. Am Jahresende entfielen auf Hotels mit drei oder vier Sternen rund 72 Prozent, also knapp 926 Millionen Euro des Transaktionsvolumens. Hotels des Low-Budget- und Economy-Segments mit ein oder zwei Sternen zogen rund 184 Millionen Anlagekapital auf sich (14% Marktanteil), solche aus dem Luxussegment mit fünf Sternen rund 130 Millionen Euro (10 %).

Aufgrund mehrerer großvolumiger Verkäufe von Bestandsimmobilien lag deren Anteil am Transaktionsvolumen mit etwa 63 Prozent beziehungsweise 814 Millionen Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres. Auf Neubauten, sich im Bau befindlichen Hotels sowie Projektentwicklungen entfielen 37 Prozent beziehungsweise 468 Millionen Euro.

"Insgesamt konzentrierte sich die Nachfrage 2012 mehr als noch 2011 auf die Topstandorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart", sagt Trumpp. Insgesamt wurden knapp 77 Prozent des Transaktionsvolumens in den Top 7 erzielt. 2011 lag deren Anteil noch bei 60 Prozent. Zu den größten Verkäufen 2012 zählten das Maritim-Hotel in Berlin, das die SEB für rund 180 Millionen Euro an den katarischen Investor Al Rayyan Tourism Investment Company veräußerte, und das Hamburger Barceló, das Union Investment für rund 41,5 Millionen Euro von der spanischen Barceló-Gruppe kaufte.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Hotelimmobilie, Immobilieninvestition

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