26.02.2015 | F+B-Wohn-Index

Starker Preisanstieg bei Eigentumswohnungen

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen stiegen um 3,2 Prozent
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Preise für Wohnimmobilien steigen nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Das zeigt der Index des Forschungs- und Beratungsunternehmens F+B: Im bundesweiten Durchschnitt erhöhte sich der Index bei Preisen und Mieten im Jahr 2014 nur noch um 1,2 Prozent. Besonders deutlich erhöhten sich nur noch die Kaufpreise von Eigentumswohnungen mit durchschnittlich 3,2 Prozent.

Gegenüber dem dritten Quartal sind Mieten und Preise im vierten Quartal 2014 sogar um 0,2 Prozent gesunken. Vom ersten Halbjahr 2013 bis zum ersten Halbjahr 2014 stiegen die Mieten und Preise in Deutschland um 3,1 Prozent.

Während in den vergangenen Jahren die Mieten bei Neu- und Wiedervermietung deutlich schneller stiegen als die Bestandsmieten, haben sich die Veränderungsraten im Jahresvergleich von 2013 zu 2014 zunehmend angeglichen. Im Bundesdurchschnitt zahlten Bestandsmieter 0,9 Prozent mehr, wer eine Wohnung neu anmietete, musste hingegen lediglich mit einer um 0,7 Prozent höheren Miete rechnen.

Vom moderaten Durchschnitt abgekoppelt waren wiederum die großen Städte mit wesentlich höheren Mietsteigerungen, allen voran Berlin mit Steigerungsraten von 2,7 Prozent allein im vorigen Jahr und mehr als 20 Prozent in den vergangenen fünf Jahren.

Berlin geht allerdings von einem niedrigen Niveau aus, so dass die Neuvermietungsmieten für eine Standardwohnung mit 7,30 Euro (Platz 122 im Bundesvergleich) immer noch günstig sind. München behauptet seine Spitzenposition (12,40 Euro pro Quadratmeter) weiterhin, der Mietanstieg 2014 fiel mit 0,7 Prozent aber moderat aus. Jeweils um ein Prozent stiegen die Neu-Mieten in Frankfurt (10,30 Euro pro Quadratmeter) und Hamburg (9,70 Euro pro Quadratmeter).

Starke Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen

Die Preise von Eigentumswohnungen haben sich im Jahresvergleich von 2013 auf 2014 um durchschnittlich 3,2 Prozent erhöht. Eine leichte Beruhigung zeigte sich nur im vierten Quartal. Im Vergleich seit 2004 lag der Preisanstieg im Bundesdurchschnitt bei fast 20 Prozent.

Das wird besonders in den Top-Sieben-Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf) deutlich. Hier stiegen die Preise für Eigentumswohnungen erheblich überdurchschnittlich: In Berlin 2014 um 5,8 Prozent (in den letzten fünf Jahren um insgesamt 43,9 Prozent), in München um 4,3 Prozent (in den letzten fünf Jahren um insgesamt 52,2 Prozent). Frankfurt am Main verzeichnete 2014 den höchsten Preisanstieg um 6,6 Prozent (in den letzten fünf Jahren um insgesamt 29,6 Prozent).

Die höchsten Preise für Eigentumswohnungen werden mit Abstand und seit Langem in München und einigen Gemeinden des Münchener Umlands beobachtet. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt in München bei 4.93 Euro. In den Umlandgemeinden Dachau, Garmisch-Partenkirchen, Fürstenfeldbruck und Erding werden noch 3.200 bis 3.530 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Einfamilien- und Reihenhäuser zeigen moderat steigende Preise

Die Preistrends bei freistehenden Einfamilienhäusern und Reihenhäusern entwickelten sich im Gegensatz zu Eigentumswohnungen moderat. Reihenhäuser wurden im Jahresvergleich um 1,8 Prozent teurer. Bei Einfamilienhäusern ist im Vergleich um Vorjahr sogar eine Stagnation eingetreten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnimmobilien

Aktuell

Meistgelesen