27.11.2015 | ImmobilienScout24

Städteranking: Vier der fünf Top-Standorte liegen in Bayern

München führt das Ranking erneut an
Bild: elke hartmann ⁄

München führt den Niveauindex 2015 von ImmobilienScout24 und "Wirtschaftswoche" an. Unter den Top Ten der wirtschaftlich stärksten Standorte befinden sich sieben Städte aus dem Süden Deutschlands, vier davon in Bayern. Der diesjährige Sieger München punktet dabei unter anderem mit seiner Lebensqualität und der Entwicklung des Immobilienmarkts, der als Indikator für wirtschaftliche Prosperität steht.  

Im Auftrag von Wirtschaftswoche und ImmobilienScout24 hat das Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH alle 69 kreisfreien Städte Deutschlands mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht.

Autostädte Ingolstadt und Wolfsburg führen Dynamikranking an

Ingolstadt und Wolfsburg liegen an der Spitze des Dynamikrankings. Dass die beiden Autostädte am stärksten wachsen, zeichnete sich bereits 2013 ab. Ingolstadt belegt Platz eins bei der Entwicklung der Wirtschaftsstruktur und befindet sich auch mit Blick auf den Immobilienmarkt, die Beschäftigung und die Lebensqualität in der Spitzengruppe.

Den größten Aufstieg im Dynamikranking schafften die Städte Heilbronn (plus 21 Plätze auf Rang 3), Pforzheim (plus 20 Plätze auf Rang 12) und Wiesbaden (plus 20 Plätze auf Rang 29). In Niedersachsen konnten sich nahezu alle Städte verbessern und finden sich unter den Top 20 wieder.

Dagegen fielen viele Städte im Westen zurück. Bonn fiel um 27 Plätze auf Rang 48, Köln um zehn Plätze auf Rang 50 und Münster um 11 Plätze auf Rang 52. Kleine Lichtblicke in Nordrhein-Westfalen sind Wuppertal (plus 15 Plätze auf Rang 39), Solingen (plus 13 Plätze auf Rang 47) und Remscheid (plus 12 Plätze auf Rang 57).

Darmstadt gewinnt Zukunftsindex 2030

Darmstadt verfügt unter allen deutschen Großstädten über die besten Voraussetzungen für den Start in die digitale und vernetzte Wirtschaft. So weist Darmstadt unter allen deutschen Großstädten den höchsten Anteil an Industrie-4.0-affinen Unternehmen und den höchsten Anteil an MINT-Absolventen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf. Mit dem Anteil der Beschäftigten im Bereich der kreativen Dienstleistungen liegt Darmstadt auf Platz 3.

Den zweiten Platz im Zukunftsindex 2030 belegt Erlangen. Sowohl beim Anteil der Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss als auch bei den Patentanmeldungen liegt die fränkische Universitätsstadt auf Rang 1.

Immobilienmärkte als Indikator für wirtschaftliche Prosperität

Wie gut es sich in den deutschen Städten lebt, spiegelt sich auch in den jeweiligen Immobilienpreisen wider. Dabei zeigt sich eine ambivalente Entwicklung. Je attraktiver eine Stadt ist und je höher dort die Nachfrage nach Wohnraum ausfällt, umso mehr treibt dies auch die Preise.

So ist in Freiburg und München der Anteil der Wohnkosten am monatlichen Einkommen mit 29,3 beziehungsweise 27,1 Prozent besonders hoch. "Ein boomender Immobilienmarkt ist ein Indikator für wirtschaftliche Prosperität", sagt Christian Gisy, Finanzvorstand der Scout24 AG.

Dabei versprechen die Topstädte des Zukunftsindex 2030 gute Renditeaussichten mit bis zu fünf Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen