| BBSR-Studie

Stadtentwicklung: Fokus auf Innenstädte kleinerer Städte legen und auf Mitwirkung setzen

Studie: Auf kleinere Städte setzen und Defizite in den Innenstädten beseitigen
Bild: Gerhard Giebener ⁄

Der Fokus der Stadtentwicklung für Innenstädte liegt bisher vor allem auf Großstädten. Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegebene Studie lenkt den Blick hingegen auf Klein- und Mittelstädte. Sie zeigt auch: Um die öffentlichen Räume in ihren Innenstädten zu beleben, müssen die Kommunen insbesondere Partizipation und Mitwirkung groß schreiben.

Am Beispiel von zwölf Fallstudien in Kommunen mit einer Größe zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern zeigt die Studie teilweise gravierende Defizite in den Innenstädten. Insbesondere der Strukturwandel im Einzelhandel und hohe Verkehrsbelastungen schränken ihre Funktionsfähigkeit ein. Die Folge sind Leerstände und Mindernutzungen von Ladenlokalen sowie Lärmbelastungen und räumliche Barrieren.

Gleichzeitig kommt der Wohnnutzung in zentralen innerstädtischen Bereichen in Klein- und Mittelstädten jedoch eine bedeutsamere Rolle zu als in Großstädten. „Um die Attraktivität der öffentlichen Räume in den Innenstädten zu sichern oder gar zu erhöhen, treten die Kommunen immer stärker in die Rolle des Managers“, so Brigitte Adam, die das Forschungsprojekt im BBSR wissenschaftlich begleitet hat. „Dabei müssen sie Wirtschaft, Initiativen, Vereine und Einzelpersonen mit ins Boot holen, um gemeinsam Angebote zu entwickeln und gleichzeitig Nutzungskonflikte aufzulösen.“

Die Kommunen sollten daher, so die Studie, sowohl die Funktionsvielfalt in den Innenstädten als auch die Partizipation als Planungselement stärken, Wirtschaftsakteure und Stadtgesellschaft mobilisieren und die Aufgaben des Citymarketings stärker mit der Innenstadtentwicklung verknüpfen.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung, Innenstadt

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