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Stabiler Flächenumsatz auf den deutschen Büromärkten

Der Büromarkt ist derzeit äußest stabil.
Bild: Veer

Im Jahr 2014 betrug der Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) wie schon im Vorjahr rund 3,31 Millionen Quadratmeter und liegt damit nur geringfügig (minus zwei Prozent) unter dem Mittelwert der letzten zehn Jahre. Das geht aus einer Analyse der DIP – Deutsche Immobilien-Partner hervor.

Die Studien von DIP zeigen, dass der deutsche Büromarkt insgesamt von einer weiterhin hohen Stabilität gekennzeichnet ist. Die zunehmenden Konjunkturunsicherheiten im Verlaufe des Jahres 2014 hatten jedoch in Deutschland laut DIP-Studie regional unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Büromärkte. In den sieben größten deutschen Büromärkten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart) stieg der Büroflächenumsatz mit rund 2,88 Millionen Quadratmetern oder um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2013:  2,86 Millionen Quadratmeter). München galt in den Vorjahren als deutschlandweit umsatzstärkster Büromarkt. Im aktuellen Jahr hat sich aber der Berliner Bürovermietungsmarkt mit einem Jahresumsatz von 600.000 Quadratmetern (plus 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr) an München (580.000 Quadratmeter, minus 1 Prozent) vorbeigeschoben. Den dritten Platz holte sich Hamburg mit rund 515.000 Quadratmetern und einem Zuwachs von etwa 14 Prozent.

Leerstandsquote sinkt

Der Büroflächenleerstand sank in den insgesamt 14 analysierten Büromärkten binnen Jahresfrist weiter um rund 600.000 Quadratmeter auf aktuell 8,1 Millionen Quadratmeter (Ende 2013: rund 8,7 Millionen Quadratmeter). Die Leerstandsquote reduzierte sich von 8,3 Prozent auf 7,7 Prozent. Dabei führe die insgesamt geringe spekulative Neubautätigkeit zu einer zunehmenden Verknappung an modernen Flächen in begehrten Innenstadtlagen und nahezu marktübergreifend zu stabilen bis steigenden Spitzenmieten, heißt es weiter. Die durchschnittliche gewichtete Spitzenmiete blieb in den analysierten deutschen Büromärkten in den letzten zwölf Monaten mit 25,40 Euro pro Quadratmeter konstant.

2015: Eher durchschnittliche Performance

Für 2015 rechnet DIP damit, dass aufgrund des eher moderaten gesamtwirtschaftlichen Wachstums in Deutschland und der Unsicherheiten bezüglich der Stabilität der Eurozone mit einer weiteren eher durchschnittlichen Performance des deutschen Büromarkts zu rechnen sei. So prognostiziert DIP für die 14 analysierten Büromärkte für das laufende Jahr einen gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf etwa 3,4 Millionen Quadratmeter steigenden Büroflächenumsatz. Es sei insgesamt mit einer weiteren Konsolidierung der Spitzenmieten auf hohem Niveau zu rechnen.

Der Immobiliendienstleister JLL hatte in seiner Auswertung in der vergangenen Woche auf dem deutschen Büromarkt im Jahr 2014 ein leichtes Plus von drei Prozent verzeichnet.

Schlagworte zum Thema:  Büromarkt, Analyse

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