| Postbank-Studie

Immobilienkauf: Stabile Wertentwicklung in 38 Prozent der deutschen Städte

München führt das Standortranking an
Bild: Stephan Bratek ⁄

In 36 Prozent der 402 Kreise und Städte in Deutschland können Immobilien mit Gewinn weiterverkauft werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Postbank. In 38 Prozent der Fälle ist eine langfristig stabile Wertentwicklung möglich - vor allem in München.

Die bayerische Hauptstadt und der Kreis München führen das Standortranking mit den besten Wertsteigerungsprognosen bei Immobilien an. Käufer von Eigentumswohnungen und Häusern haben dort sehr gute Chancen, dass ihre Immobilie bis 2025 erheblich an Wert gewinnt.

Ähnliche gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien finden Käufer vor allem im Süden Deutschlands. Neun der zehn Topkreise mit hohem Wertsteigerungspotenzial liegen in Bayern und Baden-Württemberg. Eine Überhitzung wird überwiegend in Mittelstädten befürchtet.

Münster mit den besten Zukunftschancen im Nordwesten

Nur Münster auf Platz sechs der Werthaltigkeitsrangliste durchbricht die Phalanx der süddeutschen Topregionen. Die Universitätsstadt ist ein Magnet für junge Menschen, die zum Studieren kommen und danach auch bleiben.

Zudem weist Münster mit die geringsten Wohnraumleerstände aller 402 deutschen Kreise auf. Beide Faktoren wirken sich extrem günstig auf die Aussichten aus, dass in Münster die Immobilienpreise bis 2025 eher steigen statt fallen.

Immobilien-Top-Ten: Regionen mit dem größten Wertsteigerungspotenzial

1. Landkreis München (Bayern)
2. Stadt München (Bayern)
3. Ingolstadt (Bayern)
4. Erlangen (Bayern)
5. Heidelberg (Baden-Württemberg)
6. Münster (Nordrhein-Westfalen)
7. Freising (Bayern)
8. Regensburg (Bayern)
9. Ebersberg (Bayern)
10. Stuttgart (Baden-Württemberg)

Rendite-Hotspots im Westen und Norden Deutschlands

Bis auf wenige Ausnahmen stimmen auch im Westen und Norden die Bedingungen für eine stabile bis positive Wertentwicklung bei Immobilien, zeigen die untersuchten Zukunftsindikatoren der Postbank-Studie.

Gute Zukunftswerte für steigende Preise für Wohneigentum finden Käufer vor allem in und um die Metropolregionen Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Dresden sowie Köln, Düsseldorf und Bonn.
Doch auch in einigen eher ländlichen Regionen gibt es Gegenden mit großen Chancen auf Wertsteigerungen. Hervor stechen beispielsweise Trier in Rheinland-Pfalz, Paderborn und Gütersloh in Nordrhein-Westfalen, die Kreise an der niederländischen Grenze sowie Braunschweig und Vechta in Niedersachsen, Segeberg in Schleswig-Holstein sowie Gießen und Fulda in Hessen.

Erschwerte Suche nach werthaltigen Immobilien in Ostdeutschland

Etwas anders gestaltet sich die Lage im Osten der Bundesrepublik. In Berlin und Umgebung sowie in Dresden und Jena ist die Suche nach werthaltigen Immobilien zwar ähnlich leicht wie in Süddeutschland. Weite Teile Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Mecklenburg-Vorpommerns kämpfen dagegen stark gegen rückläufige Bevölkerungszahlen. Dadurch überwiegen dort die Risiken, dass Immobilien künftig an Wert einbüßen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen