22.10.2013 | Jones Lang LaSalle

Spitzenmietpreise in Paris sinken um 7,2 Prozent

Bürostandort La Défense: Pariser Spitzenmieten leiden derzeit unter einer schwachen Nachfrage
Bild: Union Investment

Der europäische Mietpreisindex von Jones Lang LaSalle weist im dritten Quartal 2013 ein Minus von 1,1 Prozent auf. Das sind vor allem die Folgen sinkender Spitzenmietpreise auf dem Pariser Büromarkt (-7,2%), aber auch in Mailand (- 4,2%), Prag (-2,4%) und Barcelona (-1,4%).

Grund für den Rückgang ist eine schwache Nachfrage und insgesamt kostenbewusste Nutzer. Gestiegene Spitzenmieten in London (+2,6%), München (+1,6%) und Frankfurt (+1,5%), wo ein Mangel an qualitativ hochwertigen Flächen gepaart mit einer starken Nachfrage den Markt charakterisieren, konnten diese Verluste nicht wettmachen. In den übrigen 17 Index-Städten gab es keine Veränderung bei den Spitzenwerten. Aufgrund dieser Entwicklungen liegen die Spitzenmieten für Büroflächen derzeit im Jahresvergleich um 1,4 Prozent niedriger.

Der europaweit aggregierte Büroflächenumsatz im dritten Quartal ist um sechs Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen (Westeuropa: -6 %, Mittel- und Osteuropa -5 %). Im Jahresvergleich (Q3 2013 / Q3 2012) schlägt ein Minus von neun Prozent zu Buche. Damit bewegt sich das Dreivierteljahresvolumen mit 7,2 Millionen Quadratmetern vier Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und sechs Prozent unter dem entsprechenden Fünfjahres-Durchschnitt.

Fertigstellungen nehmen auf niedrigem Niveau zu

Im dritten Quartal verzeichneten 14 von 24 Indexstädten einen Rückgang bei den Leerständen, angeführt von Budapest (-100bps), Amsterdam und Utrecht (beide -90bps). Ein Anstieg wurde in neun Indexstädten notiert, mit Rotterdam (+50bps) an der Spitze. Insgesamt waren Änderungen der Leerstandsquote von mehr als +/-50bps die Ausnahme. Die europäische Leerstandsquote (Ende Q3 2013: 9,7 %) dürfte bis Ende des Jahres und in 2014 hinein stabil unter zehn Prozent bleiben. Frei werdende Bestandsflächen halten sich die Waage mit Neuanmietungen. Flächenexpansionen werden kaum zu verzeichnen sein. Für Nutzer stehen Effizienzsteigerungen oder weitere Kosteneinsparungen im Fokus.

Die Fertigstellungen nehmen zwar zu, bleiben jedoch auf niedrigem Niveau. Nachdem das Volumen im 2. Quartal ein Rekord-Tief erreicht hatte, notierte das 3. Quartal mit 1,3 Millionen Quadratmetern an fertiggestellten Büroflächen annähernd eine Verdoppelung (+84%), vor allem durch Zuwächse in großen europäischen Metropolen wie Paris, London und Moskau. Die Entwicklung könnte auf einen Wendepunkt nach nahezu zehn Quartalen mit unterdurchschnittlichen Fertigstellungsvolumina hindeuten. Die im 4. Quartal 2013 erwarteten Fertigstellungen kämen einem Zuwachs von 15 Prozent (gegenüber den drei Vormonaten) und zwölf Prozent im 12-Monatsvergleich gleich.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Büromiete, Büromarkt

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