Infografik

In den sehr guten Wohnlagen der Top-7-Standorte wurde erstmals die Grenze von 15 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt überschritten. Das geht aus der Investmentanalyse von Catella Research hervor. Der stärkste Mietanstieg in den vergangenen zwölf Monaten erfolgte in der Kategorie „sehr gute Wohnlagen an den sieben A-Standorten“ (plus 11,94 Prozent).

Auch im bundesdeutschen Durchschnitt konnten die sehr guten Wohnlagen an den 80 untersuchten Standorten die 10 Euro pro Quadratmeter durchschreiten, in der Kategorie „sehr gute Lage in der gesamten Bundesrepublik“ war ein Plus von 7,42 Prozent zu verzeichnen. „An dieser Entwicklung zeigt sich deutlich, dass sich die Nachfrage in Kombination mit Mietpreisanstiegen primär auf die sehr guten Wohnlagen fokussiert“, so Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Zwar sind auch in den mittleren Lagen die Mietpreise gestiegen (durchschnittlich in Deutschland um 3,71 Prozent), jedoch bei weitem nicht so stark.

Zuletzt hatte Empirica im Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) prognostiziert, dass in einigen deutschen Großstädten bald Schluss sein werde mit dem Mietpreisboom. Dort hieß es, auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen könnten fallen. Bulwiengesa erhob Einspruch: So seien zwar Wertkorrekturen nicht unwahrscheinlich, hohe Preiskorrekturen in den Metropolen seien jedoch unrealistisch.

Höchste Mietpreise in München

Laut der Investmentanalyse von Catella bleibt bei den durchschnittlichen Mieten in sehr guten Wohnlagen München der Spitzenreiter, mit 21,20 Euro pro Quadratmeter. Der geringste gemessene Wert in dieser Lagekategorie findet sich in Remscheid mit 6,87 Euro pro Quadratmeter. In der Kategorie „mittlere Wohnlage“ hat Recklinghausen mit 5,59 Euro pro Quadratmeter  den geringsten Wert, München kommt mit 16,97 Euro pro Quadratmeter auch in dieser Lagekategorie auf den höchsten gemessenen Wert.

Rendite nähert sich 5-Prozent-Schwelle 

Mit einer durchschnittlichen Spitzenrendite von 5,1 Prozent  (5,5 Prozent gegenüber 2016) nähert sich die Entwicklung erstmals seit 1990 der 5-Prozent-Schwelle, was sich in der sehr hohen Investorenneigung in der A-Standort-Kategorie und sehr guten Wohnlagen ausdrückt. Spitzenreiter an den A-Standorten ist München mit 3,2 Prozent Spitzenrendite, der höchste gemessene Wert wird in Herne (8,0 Prozent) erzielt, gefolgt von Cottbus (7,9 Prozent) und Hamm (6,9 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsmarkt, Miete, Rendite