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Spanische Gewerbeimmobilien wieder stärker nachgefragt

Madrid: In der Hauptstadt liefen die Geschäfte mit Büroimmobilien besonders gut
Bild: Helga ⁄

Das Investitionsvolumen am spanischen Gewerbeimmobilienmarkt ist im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt Savills. Nach wie vor dominieren mit 61 Prozent Anteil inländische Anleger den Markt.

50 Prozent dieses Jahresendergebnisses sind Savills zufolge auf drei Einzeltransaktionen zurückzuführen, nämlich den Verkauf des Torre Picasso für 400 Millionen Euro, den Erwerb des Gebäudekomplexes Canalejas, der Zentrale der Banco Santander in Madrid durch die Villar Mir Gruppe für 215 Millionen Euro und den Erwerb der 439 Filialen der CaixaBank.

Insgesamt dominieren einheimische Investoren den spanischen Investmentmarkt – auf sie entfielen 2012 61 Prozent des Gesamttransaktionsvolumens. Diese Investoren richteten ihr Augenmerk vorrangig auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien, die 2012 gemeinsam für 79 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens verantwortlich zeichneten.

Zu den wichtigsten Investoren zählte Pontegadea, das Immobilienanlagevehikel der Inditex-Gruppe, das sein Portfolio im vergangenen Jahr um mehrere Objekte vergrößerte. Neben Torre Picasso erwarb Pontegadea drei Immobilien in Barcelona: Das Bürogebäude Paseo de Gracia 56, das Einzelhandelsobjekt Paseo de Gracia 1, in dem sich ein Flagshipstore von Apple befindet sowie die Zentrale der BBVA, Paseo de Gracia 5.

Ausländische Käufer bleiben insgesamt verhalten

Während ausländische Käufer insgesamt weiterhin verhalten agierten, nahm die Investitionstätigkeit lateinamerikanischer Käufer in Spanien deutlich zu. Ihr Anteil am Gesamtinvestitionsvolumen stieg von 0,5 Prozent im Vorjahr auf 22 Prozent in 2012, womit sie für 55 Prozent der Investments internationaler Käufer verantwortlich zeichneten.

Der Savills-Analyse zufolge belief sich das investierte Kapital aus Chile, Venezuela und Mexiko auf zirka 488,5 Millionen Euro gegenüber acht Millionen Euro in 2011. Dies ist allerdings im Wesentlichen auf den Erwerb von 439 Filialen der CaixaBank durch das mexikanische Immobilienunternehmen Carso für etwa 430 Millionen Euro zurückzuführen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Gewerbeimmobilien, Spanien

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