05.03.2015 | DIFI

Finanzierungssituation verbessert sich um 8,6 Punkte

Der Zuwachs bei der Fianzierung von Wohnimmobilien ist besonders hoch
Bild: MEV-Verlag, Germany

Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (DIFI) des Immobiliendienstleisters JLL und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorquartal um 10,2 Punkte auf 39,1 Punkte gestiegen. Dieser Zugewinn basiert unter anderem auf der Verbesserung der Finanzierungssituation (plus 8,6 Punkte auf 59,4 Punkte).

Die Verbesserung der Finanzierungssituation betrifft alle vier Nutzungsarten. Besonders hoch gegenüber dem Vorquartal sei der Zuwachs bei Wohnimmobilien: Der entsprechende Saldo stieg um 16,5 Punkte auf 62,7 Punkte und erreicht den Höchstwert aller Nutzungsarten, gefolgt von Büro (60,8 Punkte), Einzelhandel (60 Punkte) und Logistik (54,2 Punkte).

Bereits im vierten Quartal 2014 gab es einen deutlichen Anstieg: Mit 28,9 Punkten, einem Plus von 4,7 Punkten gegenüber dem Vorquartal, erreicht der Index ein Allzeithoch.

Erstmals seit über einem Jahr haben auch die Finanzierungserwartungen wieder deutlich zugelegt. Auch hier erstreckt sich der Anstieg über alle Nutzungsarten.

Auch Refinanzierungsbedingungen nochmals verbessert

Der Trend sich verbessernder Refinanzierungsbedingungen für die gewerbliche Immobilienfinanzierung setzt sich im DIFI Q1 2015 weiter fort. Während in Folge extremer Niedrigzinsen die Refinanzierung über Einlagen nach Einschätzung der Befragten weiterhin die Ausnahme geblieben ist, hat ihre Lagebeurteilung bei den Immobilienaktien gegenüber dem vierten Quartal 2014 für einen ordentlichen Satz nach oben gesorgt: Der entsprechende Saldo aus positiven und negativen Nennungen hat sich von 20,4 Punkten auf 59,5 Punkte mehr als verdoppelt.

Verlagerung gewerblicher Finanzierungen in Richtung risikoreichere Objekte

Die Finanzierungsexperten wurden im Rahmen der Umfrage auch um ihre Einschätzung der relativen Anteile der Risikoklassen Core, Core-Plus, Value Add und Opportunistisch am Volumen der Neufinanzierungen und Darlehensprolongationen für 2014 und 2015 gebeten.

Für beide Jahre und die vier Risikoklassen sollten sie darüber hinaus Schätzwerte für jeweils markttypische LTVs von Objektfinanzierungen abgeben. Für das laufende Jahr gehen die befragten Experten im Mittel von einem Anteil an Core-Finanzierungen von 36 Prozent aus, für 2014 lag der Anteil ihrer Einschätzung nach bei gut 40 Prozent (für 2013 wurden im DIFI Q1 2014 noch knapp 60 Prozent genannt).

Diese Entwicklung impliziere einen Bedeutungszuwachs von Finanzierungen in den Bereichen Core-Plus, Value Add und Opportunistisch. Im Hinblick auf die Entwicklung markttypischer LTVs in den einzelnen Risikoklassen prognostizieren die befragten Finanzierungsspezialisten tendenziell eine Verschiebung hin zu höheren LTVs, auch für Objekte der Risikoklassen Value Add und Opportunistisch. Davon ausgenommen ist das Core-Segment: Hier wird erwartet, dass Investoren noch mehr Eigenmittel einbringen als bisher.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfinanzierung

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