Shopping-Center: Stockholm Investment-Hotspot in Europa

Stockholm mit seiner relativ wohlhabenden Bevölkerung ist derzeit die attraktivste Destination innerhalb Europas für Shopping-Center-Investments. Der Immobiliendienstleister Savills hat 23 europäische Städte untersucht. Demnach ist Stockholm der ausgewogenste Markt in Bezug auf Größe, Stabilität, Chancen und Renditen. Die Renditen sind laut Savills höher als in London und Paris.

Bestandteil der Savills-Analyse sind die Städte Amsterdam, Athen, Berlin, Breslau, Brüssel, Düsseldorf, Edinburgh, Helsinki, Kopenhagen, Krakau, Lodz, Lyon, Madrid, Mailand, Manchester, Marseille, München, Oslo, Paris, Posen, Stockholm, Warschau und Wien.

Warschau liegt im Benchmark dicht hinter Stockholm. „Der typische, am Warschauer Shoppingcentermarkt interessierte Investor ist eher opportunistisch ausgerichtet, da die Stärke des Marktes vor allem von Absatzchancen und Renditepotenzial abhängig ist“, erklärt Lydia Brissy, Director European Research bei Savills.

Die Leerstandsrate sei gering und internationale Marken hätten aktives Interesse am Markt. „Niedrige Arbeitslosigkeit, eine starke BIP-Wachstumsprognose und die hohe Einwohnerzahl lassen darauf schließen, dass der Warschauer Markt in Bezug auf Größe kurz- und mittelfristig mit den Core-Märkten konkurrieren kann“, fährt Brissy fort.

Laut Savills-Studie verzeichnete London in Europa das höchste Investitionsvolumen. 2011 lag der Anteil Londons am Gesamtinvestitionsvolumen der 23 europäischen Städte, die Bestandteil der Untersuchung sind, noch bei 26 Prozent. Seit Anfang 2016 ging dieser Anteil auf neun Prozent zurück, während Krakau und Helsinki nun mit 22 Prozent beziehungsweise 13 Prozent vorne liegen. Die Betrachtung der Benchmark-Ergebnisse von Savills zeigen: Mit 89.400 Euro ist das Pro-Kopf-BIP in London am höchsten unter den 23 Städten, der Gesamteinzelhandelsumsatz bedeutet Platz 2 hinter Paris, und auch in Bezug auf Umsatz pro Einwohner liegt London auf Rang 2 hinter Düsseldorf (10.400 Euro).

Begrenztes Angebot an deutschen Shopping-Centern sorgt für rückläufige Investitionen

Die Spitzenanfangsrenditen für deutsche Retailobjekte bewegen sich aktuell nach Angaben von Savills bei 3,6 Prozent für innerstädtische Einkaufszentren. Aufgrund des starken Bieterwettbewerbs in B-Lagen sei mit einer weiteren deutlichen Renditekompression zu rechnen. Konkurrent JLL rechnet bis Ende 2017 mit einer Rendite von nur noch 3,9 Prozent bei Shopping-Centern. Steigende Mieten erwartet Savills, wenn überhaupt, nur in den absoluten Toplagen.

Da einige Regionen, vor allem in Ostdeutschland, überversorgt seien, sind die Planungsbehörden in Bezug auf die lokalen Einzelhandelsareale restriktiver geworden. Gemäß einer Studie von Cushman & Wakefield brach der Neubau von Shopping-Centern in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2016 stark ein.

Zunehmendes Interesse Shopping-Centern in Warschau und Amsterdam

Für 2017 erwartet Savills ein zunehmendes Interesse an Shopping-Centern in weniger traditionellen Märkten wie Warschau und Amsterdam. Diese beiden Märkte sind zwar relativ klein, weisen jedoch solide Rahmenbedingungen auf und bieten Investoren damit ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ebenfalls ist Savills der Meinung, dass die nordischen Märkte, insbesondere Stockholm, das Potenzial haben, Investoren mit unterschiedlichen Profilen und Strategien anzuziehen, und dies im Gegensatz zu Märkten wie London und Paris zu wettbewerbsfähigen Preisen. Beachtenswert ist der anhaltende Trend zu Cross-Border-Investments.

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