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Es wird zu wenig gebaut: Shopping-Center gehen us, die Nachfrage ist hoch, die Renditen sinken Bild: JLL

Die Nachfrage nach Shopping-Centern war 2016 extrem hoch, wie JLL mitteilt: Dadurch sei die Rendite auf ein neues Rekordtief von vier Prozent gedrückt worden. Aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsumfeldes wird sich dieser Trend den Prognosen des Immobilienberaters zufolge weiter fortsetzen: Bis Ende 2017 rechnet JLL mit einer Rendite von nur noch 3,9 Prozent.

Insgesamt wurden laut JLL Shopping-Center im Wert von 3,6 Milliarden Euro gehandelt, 35 Prozent weniger als 2015. CBRE kommt auf ein Transaktionsvolumen von 3,9 Milliarden Euro. Die Transaktionen waren kleiner, das durchschnittliche Volumen ging von 73 Millionen Euro auf 61 Millionen Euro zurück. Der Anteil der Portfoliotransaktionen blieb laut JLL mit 30 Prozent konstant.

Der Rückgang auf der Angebotsseite werde sich 2017 spürbar auswirken, sagt Sabine Keulertz, Team Leader Shopping-Center Investment Germany: „Die Nachfrage übersteigt die Verfügbarkeit bereits jetzt deutlich.”

Der Neubau von Shopping-Centern in Deutschland ist bereits im ersten Halbjahr 2016 stark eingebrochen: Knapp 64.000 Quadratmeter Einkaufsflächen wurden neu eröffnet. Das sind 50 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015, wie eine Studie von Cushman & Wakefield (C&W) zeigt.

Deutsche Investoren erzielen Gros des Umsatzes

Lagen internationale Akteure 2015 noch mit 57 Prozent des Umsatzes vorn, sind es im abgelaufenen Jahr die nationalen Investoren gewesen, die mit 56 Prozent den Großteil des Umsatzes erzielten. Bei Portfolien hielten sich die Investitionsvolumina die Waage. Rund zwei Drittel des ausländischen Anlagevolumens entfiel auf Akteure aus den USA, Großbritannien und der Schweiz.

Die traditionell aktivsten Käufer waren Asset und Fonds Manager mit einem Marktanteil von 55 Prozent (2015: 36 Prozent), gefolgt von den offenen Publikumsfonds mit elf Prozent (2015: elf Prozent). Auch auf der Verkäuferseite haben die Asset und Fonds Manager ihren Anteil von 33 auf 42 Prozent ausgebaut und das Volumen um rund 500 Millionen Euro erhöht. Entwickler bauten ihren Bestand um mehr als 400 Millionen Euro ab, private Investoren immerhin um rund 300 Millionen Euro.

Schlagworte zum Thema:  Rendite, Shopping-Center

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