Mischung aus Hotel und Wohnen: Serviced Apartments – wie dieses in Berlin – sind Teil des Trends "home away from home" Bild: Visionapartments

In Deutschland werden im laufenden Jahr 3.342 so genannte Serviced Apartments fertiggestellt. Catella erwartet, dass das Transaktionsvolumen Ende 2018 rund 235 Millionen Euro erreichen wird. Deutschland befindet sich mittlerweile auf Rang zwei der Expansionspläne nationaler und internationaler Investoren, hinter Großbritannien. Europaweit sind 10.320 Einheiten geplant. Kein Wunder: Der Renditekorridor der vergangenen zwölf Monate betrug zwischen 4,6 und 5,2 Prozent.

Serviced Apartments – strukturell angesiedelt zwischen Hotel und Wohnen – konnten sich laut Catella bisher vor allem auf dem Nordamerikanischen Kontinent etablieren. Europa nimmt noch nur einen sehr geringen Anteil von 13,8 Prozent (114.012 Apartment-Einheiten in 1.889 Apartment-Häusern) am globalen Gesamtmarkt der Serviced Apartments ein.

Doch die Anzeichen stehen aufgrund der geplanten Bauvorhaben bis 2020 für eine klare Wachstumsstrategie, so ein Fazit im neuen Catella Market Tracker "Der Markt für Serviced Apartments in Deutschland und Europa". Visionapartments, ein Schweizer Anbieter für Serviced Apartments, hat möblierte Wohnungen mit Service bereits in den vergangenen zwei Jahren auf 2.000 Apartments verdoppelt, darunter Wohnungen in Berlin, und will weiter expandieren.

Großteil der Serviced-Apartments in Metropolen

Mit 4.279 Einheiten (Großbritannien) und 3.342 Einheiten (Deutschland) machen diese beiden Länder den größten Anteil (41,5 beziehungsweise 32,4 Prozent) der in Europa geplanten 10.320 Einheiten aus. Mit großem Abstand folgen die Schweiz (739 Einheiten), Irland (598 Einheiten) und Frankreich (571 Einheiten). Insgesamt erwartet Catella 2018 europaweit ein Transaktionsvolumen von rund 525 Millionen Euro in UK/Irland, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Spanien.

Wichtige Standorte stellen in Deutschland laut Studie derzeit München, Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Düsseldorf dar, allesamt Metropolen, deren Arbeitsmarkt bereits modernen Strukturen wie etwa dem Coworking unterliegt, mit einem hohen Grad an internationaler Konnektivität. Hinzu kommen Köln, Stuttgart, Hannover, Leipzig und Nürnberg, die Catella als Potenzialstandorte definiert.

Anteil von Serviced Apartments am Hotelmarkt steigt auf zehn Prozent

"Insgesamt gehen wir von einem weiter wachsenden Gesamtmarkt aus, der sich
primär aus einem veränderten Arbeitsmarkt speist", sagt Dr. Thomas Beyerle, Head of Group Research bei Catella. Das in Zukunft wachsende Angebot zeige sich an den geplanten Serviced Apartments bis 2020, wobei Berlin und Hamburg jeweils 14 Prozent der Pipeline einnehmen werden. Aufgrund der hohen Nachfrage durch die zunehmende Mobilität und dem Trend zu "home away from home" bestehet ein hohes Investoreninteresse.

Der Anteil von Serviced Apartments am Hotelmarkt wird der Studie zufolge bis 2030 auf etwa zehn Prozent steigen. Neben Coworking wird auch eine zunehmend beruflich bedingte Reisetätigkeit Push-Faktoren für diese Entwicklung sein.

Jeder zweite Betreiber von Serviced Apartments will sein Angebot in den nächsten Jahren erweitern, wie eine Umfrage der Agentur Apartmentservice zeigt. Neben Corestate hat auch Catella Real Estate hat vor kurzem einen Spezialfonds aufgelegt.

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