13.06.2012 | Facility Management

Service-Unternehmen polieren das Image der Branche auf

Bilfinger Berger erreicht erstmals die Umsatzmilliarde in Deutschland
Bild: Bilfinger/Friedrich Stark

Die zunehmende Professionalisierung auf Kundenseite sowie die Kampagne „Die Möglichmacher“ von 13 namhaften Facility-Service-Unternehmen scheinen das Image der Facility-Management-Branche zu fördern. Zu diesem Ergebnis kommt Lünendonk in einer aktuellen Studie.

Die Lünendonk GmbH aus Kaufbeuren kommt im Rahmen der aktuellen Lünendonk®-Liste und -Studie 2012 „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ zu dem Ergebnis, dass das Image der Branche so gut wie keine Behinderung für die Dienstleister darstellt.

Zudem haben die 25 führenden Unternehmen für infrastrukturelles und technisches Gebäudemanagement im Geschäftsjahr 2011 den Gesamtumsatz um durchschnittlich 4,9 Prozent gesteigert. Die Inlandsumsätze der 25 führenden Facility-Service-Unternehmen (FS) stiegen im Jahr 2011 im Durchschnitt um 5,6 Prozent auf erstmals über neun Milliarden Euro.

Top 25 rechnen für 2012 mit mehr Wachstum

Trotz der Umsatzerhöhung blieben die FS-Anbieter aber hinter den eigenen Erwartungen zurück: Im vergangenen Jahr hatten sie für das Jahr 2011 ein durchschnittliches Wachstum von 6,0 Prozent erwartet. Dieser Anstieg soll im laufenden Geschäftsjahr eintreten: Die Top 25 rechnen mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich 6,3 Prozent.

Auch die Gesamtumsätze (einschließlich der Auslandsumsätze) der führenden 25 Anbieter erreichten in 2011 Rekordhöhen: Mehr als elf Milliarden Euro betrug der kumulierte Umsatz. Davon entfielen etwas mehr als 7,7 Milliarden Euro allein auf die Top 10.

Wieder mehr Übernahmen und Fusionen erwartet

„2011 war geprägt von überdurchschnittlich vielen Ausschreibungen“, sagt Antonia Thieg, Senior Consultant der Lünendonk GmbH und Autorin der Studie. „Dies sehen wir als Beleg für die kürzeren Vertragslaufzeiten.“ Übernahmen und Fusionen gingen im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin zurück. So lag der Anteil des organischen Wachstums mit im Durchschnitt 85 Prozent erneut über den Vorjahreswerten (2010: 81%; 2009: 79%). „Für 2012 erwarten wir hingegen eine deutliche Zunahme an anorganischem Wachstum“, so Thieg.

In die Studie, die Ende Juli veröffentlicht wird, sind insgesamt 75 Facility-Service-Unternehmen einbezogen.

Bilfinger Berger erreicht Umsatzmilliarde im Inland

Das aktuelle Ranking zeigt, dass Marktführer Bilfinger Berger Facility Services erstmals die Umsatzmilliarde in Deutschland erreichte: Die Neu-Frankfurter erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,04 Milliarden Euro im Inland sowie knapp 1,5 Milliarden Gesamtumsatz.

Ebenfalls steigern konnte sich Strabag Property and Facility Services im Inland auf 893 Millionen Euro. Dussmann Service Deutschland folgt mit einem Facility-Service-Umsatz von 675 Millionen Euro auf Position 3. Wisag Facility Service Holding und Hochtief Solutions folgen auf den Positionen fünf und sechs. Wisag wuchs in 2011 mit 7,7 Prozent auf 628,0 Millionen Euro. Das testierte Facility-Service-Geschäft der neu gebildeten Hochtief Solutions AG liegt mit 575 Millionen Euro etwas über dem Vorjahresniveau.

Schlagworte zum Thema:  Facility Management

Aktuell

Meistgelesen