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70 Prozent der Banken beurteilen Markt für offene Immobilienfonds positiv

Banken rechnen mit weiterhin gutem Absatz bei offenen Fonds
Bild: Gerd Altmann ⁄

In der aktuellen Scope Marktbefragung zeigt sich Optimismus unter Vermittlern in Bezug auf das Absatzvolumen offener Immobilienfonds. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Ratingagentur Scope. 70 Prozent der Banken und Vertriebe beurteilen die Lage für 2015 positiv. 2014 wurde diese Einschätzung nur von 60 Prozent der Befragten getroffen.

Befragt wurden 107 Vertreter von Sparkassen, Volksbanken, Groß- und Privatbanken sowie freien Vertrieben zu ihren Einschätzungen zum Markt der offenen Immobilienfonds. Ein Hauptgrund für die positive Beurteilung der Lage ist das erwartete Absatzvolumen. Nur elf Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, in diesem Jahr weniger Anteile offener Immobilienfonds zu vertreiben als 2014. Rund 46 Prozent rechnen mit einem ähnlichen Niveau, 43 Prozent erwarten mehr oder sogar deutlich mehr Geschäft.

Die positive Erwartungshaltung wird auch durch die hohen Mittelzuflüssen in den ersten drei Monaten 2015 gestützt. Während sämtliche Fonds für Privatinvestoren im ersten Quartal 2014 Nettomittelzuflüsse in Höhe von rund 780 Millionen Euro verbuchten, waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als 1,7 Milliarden Euro.

Bedeutung offener Immobilienfonds steigt

Auch in Bezug auf die Bedeutung offener Immobilienfonds zeigt sich der überwiegende Teil der Befragten zuversichtlich: Nur zehn Prozent rechnen mit einem Bedeutungsverlust in den kommenden drei Jahren, knapp 25 Prozent sehen keine Veränderungen, 60 Prozent erwarten steigende, fünf Prozent sogar stark steigende Bedeutung dieses Anlagesegments.

Zum Vergleich: In der Vorjahresumfrage erwarteten noch 24 Prozent der Befragten einen Bedeutungsverlust und nur 28 Prozent einen Bedeutungszuwachs.

Stärkere Spezialisierung gewünscht

In Bezug auf die Angebotsvielfalt sind 70 Prozent der Umfrageteilnehmer zufrieden. Für 25 Prozent hingegen ist die Auswahl offener Immobilienfonds zu gering, für fünf Prozent sogar deutlich zu gering. Mehr Angebot wünschen sich die Befragten vor allem in Form von Fonds mit stärkerem Fokus auf bestimmte Regionen und einzelne Nutzungsarten.

Der von einigen Vermittlern empfundene Angebotsmangel ist aus Sicht von Scope auch darauf zurückzuführen, dass einige Fonds aufgrund hoher Liquiditätsquoten den Mittelzufluss zeitweise begrenzt haben. Die Anzahl der für Privatanleger zur Auswahl stehenden Immobilienfonds hat sich damit vorübergehend weiter reduziert.

Deutschland und Nordamerika im Fokus

Scope hat die Banken und Vertriebe befragt, in welche Regionen die Fonds verstärkt und in welche sie weniger investieren sollten. Dabei erhalten Deutschland, Nordamerika und Skandinavien die meiste Zustimmung. Weniger investieren würden die Befragten in Japan, Südeuropa und Frankreich.

Auf die Frage, welche Renditevorstellungen die Banken und Vertriebe oder deren Kunden haben, herrscht weitestgehend Realismus: Fast die Hälfte der Befragten nannte eine Rendite von mehr als zwei Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds, Offene Immobilienfonds

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