20.03.2014 | Scope

Fremdkapitalanteil offener Immobilienfonds sinkt

Nur zwei Fonds weisen noch Kreditquoten von über 30 Prozent auf
Bild: Haufe Online Redaktion

Offene Immobilienfonds haben den Fremdkapitalanteil weiter reduziert. Ende 2013 betrug die durchschnittliche Kreditquote dem Analysehaus Scope zufolge nur noch 23 Prozent nach 25 Prozent im Vorjahr. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete der "Wertgrund WohnSelect D": von knapp 40 Prozent Ende 2012 auf 30 Prozent Ende 2013. Den größten Anstieg von 14 auf 17 Prozent beobachtet Scope beim "Deka-ImmobilienEuropa".

Der Fonds mit der gegenwärtig niedrigsten Relation zwischen Krediten und Summe der Verkehrswerte ist der "UniImmo: Deutschland" mit rund zehn Prozent. Die höchste Kreditquote mit knapp 35 Prozent weist derzeit der "UniImmo: Global" auf.

Von den insgesamt elf Fonds, die Privatanlegern derzeit offen stehen, sind die Kreditquoten bei neun Fonds gesunken und nur bei zwei Fonds gestiegen.

Für den Rückgang der durchschnittlichen Kreditquote sind im Wesentlichen gesetzliche Vorgaben verantwortlich. Um das Risikoprofil der Fonds zu senken, wurde die zulässige Quote für offene Immobilienfonds von 50 auf 30 Prozent herabgesetzt. Bis zum 1.1.2015 müssen Fonds das neue Limit umgesetzt haben. Der Großteil der Fonds hat dies bereits erfüllt. Lediglich zwei Fonds wiesen Ende 2013 noch Kreditquoten von über 30 Prozent auf.

Ausblick: Scope rechnet bis zum Jahresende nicht mit einer Erhöhung der durchschnittlichen Kreditquoten. Für global agierende Fonds erwartet Scope Ziel-Kreditquoten zwischen 25 und 30 Prozent. Offene Immobilienfonds mit Fokus Europa werden im Durchschnitt Kreditquoten von 15 bis 25 Prozent anstreben. Hintergrund: Fonds nutzen Kredite zur Reduzierung des Währungsrisikos bei Investments außerhalb der Eurozone. Dies ist auch der Grund, weshalb global investierende Fonds in der Regel höhere Kreditquoten aufweisen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfonds

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